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Impressionen der Messe Fachpack 2013

Teil 1

(Foto: © P. Born)

Als eine der wichtigsten europäischen Fachmessen für Verpackung bietet die Fachpack vom 24. bis 26. September 2013 1.440 Ausstellern auf 54.000 Quadratmeter den passenden Rahmen für Produkte und Dienstleistungen rund um Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik. Die Mischung aus Kompetenz, Praxisnähe und konstruktiver Arbeitsatmosphäre wissen Verpackungsspezialisten zu schätzen. Auch der diesjährige Verpackungspreis ist vergeben - unter den Gewinnern sind ausgezeichnete Maschinen, Etiketten, Displays, Verkaufsverpackungen und Verpackungen für Transport und Logistik vertreten. Zu den Preisträgern gehört auch der Smartfix, ein universeller, faltbarer Mehrwegbehälter für industrielle Güter von der Firma KTP in Bous.

Die Aussteller: Angebotsvielfalt entlang der Prozesskette Verpackung
Die Fachpack gibt es seit 1979 und ist inzwischen als renommiertes Messeevent von europäischem Rang anerkannt. Hier ist die leistungsfähige deutsche Verpackungswirtschaft mit weit über 1.000 Unternehmen vertreten, in diesem Jahr auch 19 junge innovative Startups, die mit ihren Produktneuheiten am geförderten Gemeinschaftsstand die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Spezialität dieser Messe sind Produkte und Dienstleistungen entlang der Prozesskette Verpackung in den Bereichen Verpackung, Technik, Veredelung und Logistik. 678 Aussteller punkteten in diesem Jahr mit Kompetenz bei Packstoffen, Packmitteln und Packhilfsmitteln. Innovative Technologie - Verpackungsmaschinen, Kennzeichnungs- und Markiertechnik, Maschinen und Geräte aus der Verpackungsperipherie - präsentierten 531 Firmen. Von individuell bis luxuriös, von Druckvorstufe und Verpackungsdesign über Verpackungs- und Etikettendruck bis Packmittelproduktion reichte das Angebot der 219 Spezialisten für Veredelung und Design. Den Bereich Verpackungslogistik prägten 386 Unternehmen mit Förder-, Verlade-, Lager-, Kommissionier-Systemen, Software oder Logistikdienstleistungen. Bei insgesamt 1.440 Aussteller in diesem Jahr heißt dies, dass gut ein Viertel der vorwiegend mittelständischen Unternehmen Produkte und Dienstleistungen auch in mehreren Segmenten der Prozesskette Verpackung gezeigt haben.

Die Besucher: Konkrete Anliegen werden gern vor Ort verhandelt
Rund 37.000 Besucher haben sich in Nürnberg umgesehen und die kreative Arbeitsatmosphäre geschätzt. Der typische Fachpack-Besucher arbeitet in den Branchen Nahrung/Genuss, Pharma/Kosmetik, Chemie, Druck/Papier/Pappe, verpackungs- und logistiknahe Dienstleistungen, Kunststoff, Automobilbau bzw. -zulieferung und ist zu 85 Prozent in betriebliche Beschaffungsprozesse einbezogen. Auch internationale Gäste waren da, hauptsächlich aus Österreich, der Tschechischen Republik, der Schweiz, den Niederlanden, Italien, Polen, Frankreich, Slowenien, Ungarn und Großbritannien.

Der deutsche Verpackungsmarkt: Verpackung und Technologie
Einen leichten Rückgang mussten die deutschen Verpackungshersteller 2012 verkraften: im Umsatz von 1,1 Prozent auf 31,8 Milliarden Euro und in der Menge um 2,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Tonnen. Wie in den Vorjahren waren Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe mit einem Anteil von 48 Prozent die mengenmäßig größte Packmittelfraktion. Beim Umsatz führen Kunststoffverpackungen mit einem Anteil von 41 Prozent. Die Produktion ging bei allen Verpackungsmaterialien zurück; am stärksten bei Glas. Den größten Umsatzrückgang verzeichneten Metallverpackungen (beide minus 3,4 Prozent). Für das Jahr 2013 ist der Gemeinschaftsausschuss Deutscher Verpackungshersteller (GADV) vorsichtig optimistisch. Sorgen bereiten allerdings die Rohstoffpreise und mit der Energiewende einhergehende Kostensteigerungen.

Die deutschen Verpackungsmaschinenhersteller, rund 300 Firmen mit etwa 28.000 Mitarbeitern, haben den Einbruch durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise mehr als wettgemacht. Laut VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen erhöhte sich der Produktionswert für Verpackungsmaschinen 2012 um zehn Prozent auf 5,63 Milliarden Euro und übertraf damit den bisherigen Rekordwert 2008 von 5,4 Milliarden Euro um gut vier Prozent. Der deutsche Export von Verpackungsmaschinen stieg im vergangenen Jahr überproportional um gut 13 Prozent auf rund 4,84 Milliarden Euro. In der Welt-Exportstatistik für Verpackungsmaschinen, die 2012 rund 16,7 Milliarden Euro auswies, belegt Deutschland mit 29 Prozent den Spitzenplatz vor Italien mit 26 Prozent. Der positive Trend für die deutschen Verpackungsmaschinenhersteller setzte sich im ersten Halbjahr 2013 insgesamt fort. Die Ausfuhren in die USA boomten, während der Wert für China zurückging. Damit tauschten die beiden größten Abnehmerländer erneut die Plätze. Danach folgen Russland, Frankreich und Großbritannien.

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