Intelligente Busleitung für sichere Automation

Überwachung von Busleitungen in E-Kettensystemen

Igus hat ein Konzept zur intelligenten Überwachung von Busleitungen in E-Kettensystemen vorgestellt. Durch die frühzeitige Alarmierung schon bei kleinsten Veränderungen der Übertragungseigenschaften erkennt das CF.D-System drohende Anlagenstillstände rechtzeitig.

Das System ermöglicht erstmals das Überwachen einer Leitung im dynamischen Betrieb, und das ohne zusätzliche Messadern oder Opferleitungen. © Igus

Die mechanischen Belastungen in Energieketten verändern früher oder später die Übertragungseigenschaften von Busleitungen. Neben linearen Verfahrwegen gilt dieses auch für dreidimensionale Bewegungen, beispielsweise bei Schlauchpaketen am Roboter. Das Resultat: Störungen in der Datenübertragung oder sogar unvorhergesehene Anlagenausfälle.

Das Konzept, das der Motion-Plastics-Spezialist Igus nun präsentiert hat, ermöglicht es, bereits im Vorfeld eine Beeinträchtigung der verwendeten Chainflex-Busleitung rechtzeitig zu erkennen. Das System besteht aus einer Auswerteinheit und einem Responsemodul. Diese werden jeweils am Anfang und Ende der mechanisch belasteten Busleitung eingefügt. Die Auswerteinheit wird üblicherweise im Schaltschrank auf der Festpunktseite platziert, das Responsemodul im Verteilerkasten auf der Mitnehmerseite. Zwischen beiden werden spezielle Datenpakete zu Messzwecken übertragen und die Leitungsqualität anhand der steigenden Anzahl an verlorenen oder beschädigten Paketen permanent bewertet. Bei Überschreiten eines vordefinierten Wertes wird der Kunde über eine gelbe LED und das Schalten eines Kontaktes alarmiert. Ebenfalls kann diese Warnschwelle über das angeschlossene Netzwerk abgefragt und die gegenwärtige Situation in einem Webbrowser dargestellt werden. Das Überschreiten einer zweiten Warnschwelle wird über eine rote LED signalisiert und zeigt einen Ausfall der Busübertragung an, sodass der Fehler durch einen Blick in den Schaltschrank schnell lokalisiert werden kann.

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Das System ermöglicht erstmals das Überwachen einer Leitung im dynamischen Betrieb, und das ohne zusätzliche Messadern oder Opferleitungen. CF.D integriert sich dabei in die isense-Umgebung für vorausschauende Wartung. Unter diesem Begriff hat Igus seit 2016 eine Produktfamilie im Programm, bei denen unterschiedliche Sensoren und Überwachungsmodule die Motion-Plastics-Produkte wie Energieketten, Leitungen, Linearführungen und Rundtischlager intelligent machen. Sie erfassen unter anderem im laufenden Betrieb den Verschleiß und geben Alarm, sobald eine Reparatur oder ein Austausch erforderlich ist. Durch die Vernetzung mittels Igus-Communication-Modul (icom) wird die Online-Statusanzeige mit Alarmierungsmöglichkeit, zum Beispiel über PC, Tablet oder Smartphone, ebenso möglich sein wie eine direkte Integration in die unternehmensweite Infrastruktur. Diese smart plastics sagen bereits heute die Lebensdauer in zahlreichen Kunden-Anwendungen voraus, wie etwa in der Automobilindustrie. pb

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