Digitalisierung nutzen

3 Fragen an Dr. Jochen Köckler

Die Technologien für die Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgereift, wichtig ist jetzt, dass Entscheider die Vorteile, die daraus resultieren, auch erkennen. Aber auch die Rolle des Menschen in der Fabrik der Zukunft steht auf der diesjährigen Hannover Messe im Fokus, wie uns Dr. Jochen Köckler erzählte.

Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe, Ressort Industries, Energy & Logistics. (Bild: Deutsche Messe)

Herr Dr. Köckler, das Leitthema der Hannover Messe 2017 ist „Integrated Industry – Creating Value“. Was ist auf der Messe zum konkreten Nutzen von Industrie 4.0 für Unternehmen, Mitarbeiter und Gesellschaft zu erfahren?
Wir stehen im Hinblick auf Industrie 4.0 an einer ganz wichtigen Stelle. Die Technologien für eine erfolgreiche Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgreift. Jetzt kommt es darauf an, dass die Entscheider aus Industrie und Energiewirtschaft erkennen, welche direkten und langfristigen Vorteile sie aus der Digitalisierung für ihr Unternehmen ziehen können. Das betrifft zum einen die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle, bei denen die Grenzen zwischen Maschinenbau und IT zunehmend verschwinden. Zum anderen geht es aber auch um den Menschen in der Fabrik der Zukunft. Seine Rolle ist die des Entscheiders und Innovators. Mitarbeiter müssen für den Umgang mit Virtual und Augmented Reality geschult und qualifiziert werden. So bleiben sie der wichtige Erfolgsfaktor eines Unternehmens auch in Zeiten der Digitalisierung. Ungewohnte Perspektiven zu eröffnen, das ganze Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung aufzuzeigen und neue Märkte zu erobern – dafür steht die diesjährige Hannover Messe mit dem Leitthema „Integrated Industry – Creating Value“.

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Polen ist in diesem Jahr Partnerland, was hat den Ausschlag zu der Wahl gegeben?
Die polnische Industrie beeindruckt in zahlreichen Branchen mit Innovationen und dynamischem Wachstum. Gerade auch im Bereich Digitalisierung entwickelt sich Polen sehr schnell. Zudem haben die polnische Wirtschaft und die Politik als klares Ziel benannt, internationale Märkte erschließen und weiterhin ausländische Investoren anziehen zu wollen. Das alles sind wichtige Voraussetzungen für ein Partnerland, das für Unternehmen und Investoren aus aller Welt interessant ist. Aus der Perspektive der Nachbarländer Polen und Deutschland kommt noch hinzu, dass beide Seiten die ohnehin engen wirtschaftlichen Verbindungen noch weiter ausbauen wollen.

Die Hannover Messe konnte sich zuletzt über Besucher- und Ausstellerzuwachs freuen. Nennen Sie unseren Lesern bitte drei Gründe, die die Industriemesse so spannend macht.
Die unzähligen Innovationen, die rund 6.500 Unternehmen in Hannover präsentieren, bringen jede für sich in ihrer Branche und für ihre Anwender die Industrie ein Stück voran. Sie vereinfachen Prozesse, sparen Ressourcen oder schaffen neuen Möglichkeiten der Vernetzung. Das vor Ort zu erleben, ist höchst faszinierend. Aber auch der Kern der Messe selbst ist sehr spannend: Auf der Hannover Messe wird hochkonzentriert Business gemacht. In diesen fünf Tagen kommt es auf dem Messegelände zu rund 5,6 Millionen Geschäftskontakten zwischen Industrievertretern aus aller Welt. Deshalb kommen Aussteller und Besucher nach Hannover. Darüber hinaus finden Sie nirgendwo sonst einen so umfassenden Blick auf die bestimmenden Trendthemen der Industrie wie eben Industrie 4.0, Integrated Energy, Predictive Maintenance, Cobots, Smart Materials oder den Digital Twin.

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