Lewa-Projekt am Persischen Golf

WEG liefert Pumpenantrieb zur Gasförderung

Pumpenhersteller Lewa und Antriebsspezialist WEG kooperieren bei einem Gasförder-Projekt in Saudi-Arabien. Für 20 LEWA-Pumpen entwickelt WEG eine Antriebsstranglösung, die sich speziell für raue Umgebungen auf Offshore-Plattformen eignet.

Beim Projekt für Saudi-Arabien kommen W22-Motoren in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 und 185 Kilowatt bei acht Boxerpumpen des Typs LGB2 und zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 zum Einsatz. © Lewa

WEG wurde von der LEWA GmbH aus Deutschland als Kooperationspartner für ein neues Projekt in Saudi-Arabien ausgewählt. Bereits 2013 hatte Lewa, Hersteller von Dosier- und Prozess-Membranpumpen sowie von kompletten Dosieranlagen für die Verfahrenstechnik, zur Erschließung neuer Gasfelder 40 Pumpen für eine Gasförderungsanlage im Persischen Golf geliefert. Für den Anschlussauftrag sollen nun 20 weitere Pumpen bis 2019 nach Saudi-Arabien geliefert werden, um die bisherige Fördermenge von rund 70 Millionen Kubikmeter Gas um weitere 56 Millionen Kubikmeter pro Tag zu erhöhen.

Die Erhöhung der Gasfördermenge soll dazu beitragen, die Energieversorgung des Landes langfristig von Öl auf Gas umzustellen und somit mehr Erdöl für den Weltmarkt verfügbar zu machen. Für einen reibungslosen Antrieb der Pumpen wandte sich Lewa an WEG, mit dem Auftrag, eine Antriebsstranglösung zu entwickeln, die sich speziell für die Installation auf den Offshore-Plattformen der Gasförderanlagen eignen.

Insgesamt zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 werden nach Saudi-Arabien geliefert. © Lewa

Pumpen für zwei große Offshore-Plattformen
Für die insgesamt acht Boxerpumpen des Typs LGB2 sowie weitere zwölf Prozesspumpen der Reihe LDH5 von Lewa, die an zwei große Offshore-Plattformen im Persischen Golf geliefert werden soll, entwarf WEG eine individuell konzipierte Antriebsstranglösung, die den besonderen Anforderungen des Projekts gerecht wird. Die Komplettlösung, die sich für den Offshore-Einsatz eignet, beinhaltet sowohl Motoren der Reihe W22 Ex nA (Non-Sparking) in Energieeffizienzklasse IE3 mit 150 Kilowatt und 185 Kilowatt sowie komplette AFW11-Schaltschranksysteme mit integrierten Frequenzumrichtern vom Typ CFW11.

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„Die anwendungsspezifisch entwickelte Lösung wurde im gesamten Umfang von allen Beteiligten reibungslos fertig gestellt und pünktlich geliefert. Insgesamt verlief das Projekt bislang für alle Seiten sehr zufriedenstellend. Im Jahr 2019 soll es an den Auftraggeber übergeben werden“, erklärt Klaus Figgle, Projektleiter Engineering bei Lewa.

Um die bisherige Fördermenge von rund 70 Millionen Kubikmeter Gas um 56 Millionen Kubikmeter pro Tag zu erhöhen, wurde das bestehende Projekt von 2013 nun um 20 Pumpen erweitert. © Lewa

Für die Komplettlösung stattete WEG die Motoren der Energieeffizienzklasse IE3 dabei gemäß IEEE841-Standard mit wichtigen Funktionen für das Projekt aus, zu denen beispielsweise Klemmenkästen für Sonderzubehör, Vorkehrungen für Schwingungsdetektoren und isoliertes Lager ohne Antriebsende zählen. Auch Befestigungsschrauben aus rostfreiem Stahl sowie eine Speziallackierung gehören dazu.

Ein Highlight der Lösung stellt zudem der WHF (WEG Harmonic Filter) dar, der den Anforderungen gemäß IEEE519-Empfehlungen nachkommt. Des Weiteren wurden die Panels aus rostfreiem Stahl SS316 hergestellt, so dass sich diese für Anwendungen in besonders aggressiven Umgebungen auch ohne eine spezielle Schutzfarbe eignen. Um das Rauschen zu reduzieren, das durch die lange Kabellänge zwischen dem Frequenzumrichter und dem Motor entsteht, installierte WEG zusätzlich einen Filter am Frequenzumrichter. Dadurch kann eine längere Isolierung des Elektromotors gewährleistet werden und mögliche Lagerströme werden zudem reduziert. as

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