Tox Pressotechnik in Weingarten

Alles begann mit dem Kraftpaket

Tox Pressotechnik hat seinen Stammsitz in Weingarten erweitert. Und auch das Portfolio wächst: Basis war vor knapp 40 Jahren das Tox-Kraftpaket, das auch heute noch hergestellt wird. Heute bietet das Unternehmen ganze Pressensysteme und ist auch für die Digitalisierung gut aufgestellt.

„Unser Tox-Kraftpaket haben wir eigentlich schon seit 40 Jahren, auf Basis dieser Technologie wurde das Unternehmen gegründet“, soGeschäftsführer Dr. Wolfgang Pfeiffer. (Bild: A. Schopen)

Groß ist es geworden in Weingarten, und hell. Am Stammsitz von Tox Pressotechnik waren sowohl Büroflächen als auch Produktions- und Montagebereiche an ihre Grenzen gestoßen. Inklusive Kauf von 15.600 Quadratmeter Land, Gebäude und Ausstattung investierte das Unternehmen 12 Millionen Euro in die Erweiterung. Im Oktober 2014 sei das Projekt mit Ausschreibung und Erschließung gestartet, im April 2017 seien dann Umbau und Sanierung des Altbaus beendet gewesen, erklärte das Unternehmen auf seiner Fachpressekonferenz. Bei einem Gang durch die Werkshallen kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es mal kleiner gewesen sein könnte. Die Hallen sind schon wieder gut gefüllt.

Auch international wächst das Unternehmen. Gerade wurde der Standort in USA für 5,6 Millionen US-Dollar erneuert und ausgebaut, 2015 eröffnete Tox ein neues Gebäude in Joinville, Brasilien und es laufen die Vorbereitungen für einen neuen Standort in Mexiko. Weltweit hat Tox-Pressotechnik derzeit 18 Tochtergesellschaften und 1.100 Mitarbeiter.

Das Kraftpaket als Basis

„Unser Tox-Kraftpaket haben wir eigentlich schon seit 40 Jahren, auf Basis dieser Technologie wurde das Unternehmen gegründet“, erklärt Geschäftsführer Dr.-Ing. Wolfgang Pfeiffer. Natürlich gibt es heute ein breites Programm an Standard- und Sonderausführungen, die in allen Bereichen der produzierenden und montierenden Industrien zum Einsatz kommen – mehr als 150.000 Kraftpakete mit pneumohydraulischem Antrieb sind weltweit im Einsatz.

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Der Aufbau eines Tox-Kraftpakets. (Bild: Tox Pressotechnik)

„Und wir haben mit diesem Produkt, obwohl schon etwas in die Jahre gekommen, sogar den Innovationspreis des Landkreis Ravensburg 2016 gewonnen“, freut sich Wolfgang Pfeiffer. Der pneumohydraulische Antrieb wurde modifiziert und ist damit regelbar wie ein Elektroantrieb. Diese Ansteuerung gelingt sogar ohne teure Ventiltechnik, basierend auf schneller Regelelektronik, sodass die Antriebe eine Alternative zu elektromechanischen Antrieben darstellen.

Neben den pneumohydraulischen Antrieben hat Tox natürlich auch die Elektroantriebe im Programm, die mit den zunehmenden Anforderungen aus der Serienproduktion wie aus der Automobilindustrie entwickelt wurden. Doch nur mit Antrieben wäre das Unternehmen wahrscheinlich nicht so rasant gewachsen. So hat Tox einen Baukasten zusammengestellt, der nicht nur Antriebssysteme sondern auch Pressen, C-Bügel und Zangen enthält. Inzwischen werden nicht mehr nur Komponenten sondern ganze Pressensysteme geliefert.

Von Komponenten zu Systemen zu Verfahren

Der Systemgedanke verdeutlicht sich am Beispiel der beiden Verfahren Clinchen und Einstanzen: Egal ob es um das Verbinden von Blechen mittels Clinchen oder um das Einpressen von Elementen in Bleche geht, in beiden Fällen dient eine Standardpresse oder -zange beziehungsweise ein Standardbügel, wahlweise mit Kraftpaket oder elektromechanischem Antriebszylinder Electricdrive ausgestattet, als Grundmaschine. Diese muss dann noch mit dem entsprechenden Werkzeugsystem versehen werden.

Eine Roboterzange mit dem elektromechanischen Antrieb Tox-ElectricDrive (Bild: Tox Pressotechnik)

Natürlich hat es bei Tox auch im Zuge der Digitalisierung einige Neuentwicklungen gegeben. Schon früh erkannte man, dass aus Maschinenbaukomponenten erst dann ein System wird, wenn man auch die Prozessüberwachung beachtet. Das Lieferprogramm Tox-Controls und Tox-Monitoring umfasst heute, neben den Maschinensteuerungen, die Bausteine für Sensorik, Prozessüberwachung/Einpressüberwachung und Tox-Software. as

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