Sicherheitstraining mit Servotechnik

Für alle Fälle gewappnet

Der Türtrainer simuliert Gegebenheiten wie Türblockierungen, Feuer und andere Gefahren, die bei Notsituationen wie Bruchlandungen oder Abstürzen zum Tragen kommen.

Flugbegleiter trainieren an Türtrainern von TFC mit Baumüller-Servotechnik.

Die servoelektrischen Lösungen können wesentlich präziser und schneller als die hydraulischen Systeme geregelt werden.

Flugpersonal muss besonders in Sachen Sicherheit Kompetenz beweisen. In regelmäßigen Sicherheitstrainings üben die Flugbegleiter das Verhalten in der Luft, bei Landungen und am Boden. n Moderne Simulatoren ermöglichen diese Trainings, sodass Maßnahmenpläne auch praktisch geschult werden können. Das nordrhein-westfälische Unternehmen TFC Simulatoren & Technik stellt Kabinen-, Service- und Türtrainer her, mit denen die Kabinencrews unter realistischen Bedingungen trainieren können. Baumüller stattet diese realitätsnahen Türtrainer des Herstellers mit Servoantrieben aus, die unterschiedliche Situationen simulieren. Mit bis zu drei Servoantrieben pro Tür können die Funktionalitäten des Griffes und die Bewegungen Tür heben und Tür schwenken exakt eingestellt werden.

Bis zu drei DSC-Servomotoren von Baumüller stecken in einem TFC-Doortrainer.

„Früher haben wir hydraulische Lösungen eingesetzt“, sagt Thomas Reichelt, Fertigungsleiter bei TFC, „doch die servoelektrischen Lösungen können wesentlich präziser und schneller als die hydraulischen Systeme geregelt werden.“ So hat das Schulungspersonal die Möglichkeit, eine schwergängige Türe innerhalb von Sekundenbruchteilen zu simulieren. Gewählt hatte TFC die Servoantriebe des Nürnberger Herstellers Baumüller, die aus den kompakten DSC-Servomotoren und den flexibel einsetzbaren Umrichtern b maXX 5000 bestehen, unter anderem wegen der umfangreichen vorhandenen Sicherheitstechnik der Baumüller-Produkte. Durch den Einsatz optionaler Safety-Module können Konstrukteure die Antriebe mit unterschiedlichen Safety-Funktionen ausstatten.

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Die Tür ist das Herzstück des Simulators und deren Bedienung einer der wichtigsten Punkte während des Sicherheitstrainings. Aber auch weitere Bedingungen, mit denen die Flugbegleiter konfrontiert werden könnten, können die Simulatoren nachstellen. So werden etwa visuelle Mittel oderBewegungen eingesetzt, um Gefahrensituationen nachzuahmen und etwa Rauch oder Feuer zu simulieren. Für effektives Training sind außerdem alle Türtrainer mit Videokameras ausgestattet, mit deren Aufnahmen das Schulungspersonal dann nach den Trainingsdurchläufen Feedback- und Bewertungseinheiten durchführen kann.

Die kompakten Motoren der DSC-Reihe werden mit Umrichtern der Baureihe b maXX 5000 betrieben, die über optionale Sicherheitsfunktionen und je nach Applikationsbedarf über eine Einzel- oder Doppelachse verfügen. (Fotos: Baumüller)

TFC bietet die Türtrainer als kundenspezifische Lösungen für alle Flugzeugtypen an. Bekannte Airlines wie Condor, Air France oder Alitalia zählen zu den Kunden. Die DSC-Motoren von Baumüller sind bis zu 30 Prozent kompakter als konventionelle Servomotoren und durch drehbare Stecker für den Haupt- und Geberanschluss auch an verwinkelten Stellen leicht montierbar. Die permanent erregten Synchron-Servomotoren haben eine gute Leistungsdichte und gute Rundlauf- und Regeleigenschaften. Bei hoher Drehmomentdichte erreichen die Motoren der DSC-Reihe maximale Drehzahlen von bis zu 6000 Umdrehungen pro Minute. Die Umrichter b maXX 5000 ermöglichen in einem Leistungsbereich von einem bis 315 Kilowatt sowohl standardisierte als auch komplexe Automatisierungslösungen und bieten mit vier verschiedenen Sicherheitsmodulen eine flexible Anpassung an die Anforderungen unterschiedlicher Anwendungen. Die im kompakten b maXX 5000 enthaltene Doppelachse treibt die DSC-Motoren von Baumüller an und erfüllt so die technischen Anforderungen des Kunden. pb

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