Rexroth automatisiert Bearbeitungszentrum

Bedienen wie das Smartphone

Eine moderne, an Smart Devices orientierte Bedienung, integrierte Simulationstools und die Anbindung an Industrie 4.0: Diese Anforderungen erfüllt die Schwäbische Werkzeugmaschinen (SW) auch mit einer technologieüberreifenden Automatisierung von Bosch Rexroth. Der Hersteller setzt dabei auf die CNC-Systemlösung IndraMotion MTX mit offenen Schnittstellen. Gleichzeitig erhöht SW bei den Bearbeitungszentren die Energieeffizienz durch drehzahlvariable Pumpenantriebe Sytronix für die Hydraulik und senkt die Total-Cost of Ownership auch durch die neuen RSHP Rollenschienenführungen mit einer um bis zu 35 Prozent längeren Lebensdauer.

Erfüllt die Anforderungen an eine zukunftssichere Kapazitätssteigerung in der Serienfertigung: BA 322 von SW mit Automatisierung von Bosch Rexroth. (Foto: Rexroth)

In der Automobilindustrie steigen aktuell die Stückzahlen an Turboladern steil an, weil die Hersteller damit Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen der Motoren reduzieren. Mit der Baureihe BA 3 bietet SW Bearbeitungszentren (BAZ), die auch für die hochpräzise 5-Achsbearbeitung von Verdichterrädern für Turbolader ausgelegt sind. Mit den zwei- und vierspindligen BAZ können Anwender die Stückzahlen schnell und kosteneffizient steigern. Während der AMB präsentiert SW eine mit verschiedenen Rexroth-Technologien automatisierte BA 322 auf dem Rexroth-Messestand und zeigt unter anderem, welche Vernetzungsmöglichkeiten Anwender bereits heute nutzen können.

Bedienoberfläche passt sich an 

Die Bedienung erfolgt über das neue Multitouch Display des Antriebs- und Steuerungsherstellers, das die Bediengewohnheiten von Smartphones und Tablet-PCs aufnimmt. Es unterstützt Funktionen wie das Wischen oder das Zoomen mit zwei Fingern. Dadurch benötigt das Display keine Hardwaretasten. Die Oberfläche passt sich kontextorientiert den Aufgaben der angemeldeten Personen an. Während in der Serienproduktion einige wenige Softwaretasten ausreichen, zeigt es im Einrichtbetrieb oder für die Instandhaltung wesentlich erweiterte Menus.

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Die in die CNC-Systemlösung IndraMotion MTX advanced integrierten 3D-Online-Simulationsfunktionen beschleunigen das Erstellen und Optimieren von NC-Programmen. Aus dem Programmcode erzeugen Anwender 3D-Rohteilmodelle. Das dynamische 3D-Werkzeugmodell gleicht die Simulation automatisch an Änderung aus der Werkzeugliste und der Werkzeugkorrekturen an. Mit der 3D-Abtragssimulation testen und optimieren Anwender die Programmierung mit einer virtuellen Maschine. Dabei vereinfacht die 3D-Kollisionsüberwachung das virtuelle Einfahren eines neuen Werkstücks, bevor die Produktion auf der realen Maschine beginnt.

Offene Schnittstelle zu Industrie 4.0

Die herstellerunabhängige Standardschnittstelle OPC UA verbindet das Bearbeitungszentrum über den Data Analytics Server mit der Industrie 4.0-Welt. Damit erfüllt SW beispielsweise die immer umfangreicheren Anforderungen an die Dokumentation und Analyse von Teiledaten für die Rückverfolgbarkeit. Die Daten können sowohl an Cloud-basierte Datenbanken gesendet als auch auf dem Visualisierungs-PC der Steuerung in einer freien Datenbank verarbeitet werden.

Zusätzlich zu Hydraulikkomponenten nutzt SW auch Rollenschienenführungen. Die neu entwickelte Einlaufzone in den Führungswagen der Rollenschienenführungen RSHP belasten die Zylinderrollen nicht ruckartig, sondern zunehmend. Das Ergebnis: eine geringere Pulsation in alle drei Richtungen. Das ist eine Voraussetzung für eine höhere Qualität und Oberflächengüte der Werkstücke. Gleichzeitig bieten RSHP eine um bis zu 35 Prozent gesteigerte Lebensdauer und senken damit die TCO der BA 322 weiter. bw

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