Motorrollen

Das Ziel: staudruckloses Fördern

Antriebe in drei Leistungsstufen. Interroll bietet ein aufeinander abgestimmtes Portfolio an Motorrollen, Steuerungen und Netzteilen in 48- oder 24-Volt-Technologie an, mit dem sich diverse Fördertechnik-Anwendungen realisieren lassen.

Mit der modularen DC Platform lässt sich eine große Bandbreite von Förderlösungen realisieren – vom autonomen Förderer bis hin zum individualisierten Hochleistungssystem. © Interroll

Interroll stellt mit der „DC Platform“ Systemintegratoren und Anlagenbauern ein aufeinander abgestimmtes Technologieangebot bereit, das langjährige Entwicklungs- und Testverfahren durchlaufen hat, betont Armin Lindholm, Geschäftsführer Global Center of Excellence Rollers & Rollerdrive in Wermelskirchen. Das Motorrollenportfolio befähigt Anlagenbauer, auf die Wünsche der Anwender noch individueller einzugehen. Mit dieser Plattform sei eine einzigartige Bandbreite von Förderlösungen realisierbar – vom autonomen Förderer, der ohne SPS-Einsatz per Plug-and-Play in Betrieb genommen werden kann, bis hin zum individualisierten Hochleistungssystem, das sich für das Monitoring in Leitständen, für die präventive Wartungen oder andere Funktionen durchgängig und transparent in die Datenwelt moderner Industrie-4.0-Anwendungen integrieren lässt.

„Wir haben das Leistungsspektrum unserer Motorrollen, der Rollerdrive, erheblich erweitert. Bisher hatten wir eine Leistung von 32 Watt mechanischer Ausgangsleistung angeboten, das war für viele Anwendungen, etwa für den Transport leerer Behälter, überdimensioniert, bot aber andererseits für schwere Güter zu wenig Leistung“, so Irma Slavinskaite, Senior Product Marketing Manager bei Interroll. Nun aber werden im Zusammenhang mit der DC Platform drei unterschiedlich starke Rollerdrive angeboten: 20 Watt für leichte Güter, 35 Watt für mittelschwere Artikel und als Standard für die Behälterfördertechnik sowie 50 Watt für leichtere Paletten und schwere Güter bis 250 Kilogramm. Die neuen Rollerdrive EC5000 seien die effizienteste Art, staudruckloses Fördern zu realisieren. Gegenüber herkömmlicher Technik lassen sich bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Es werden immer nur dann Rollerdrive kurzfristig eingeschaltet, wenn auch ein Produkt zu transportieren ist. Somit ist kein Motor permanent im Betrieb.

Anzeige

Die Fördersysteme lassen sich sowohl mit 24-Volt- als auch in 48-Volt-Technik ausrüsten beziehungsweise nach- oder umrüsten, etwa wenn sich das Produktspektrum verändert und höhere oder auch geringere Leistung erforderlich wird. Da es sich um die gleiche Schnittstelle und die gleiche Bauart handelt, sind lediglich je nach eingebauter Steuerung Parameter anzupassen.

Je nach Gewicht des Förderguts stehen drei unterschiedlich starke Rollerdrive mit 20, 35 oder 50 Watt zur Verfügung. © Interroll

Die 48-Volt-Technologie habe Vorteile, so Irma Slavinskaite: „48-Volt-Systeme sind viel kosteneffizienter; sie ermöglichen je nach Vergleich den Einsatz von bis zu 50 Prozent weniger Netzteilen gegenüber 24-Volt-Anlagen, ermöglichen geringere Leitungsquerschnitte oder längere Leitungsausdehnung und reduzieren Fehlerquellen.“ All dies führe zu geringeren Investitionen in das Gesamtsystem. Ein weiterer Vorteil der DC Platform bestehe darin, dass der Kunde sämtliche Komponenten aus einer Hand erhalten kann. Auch dass die Verantwortung der Produktfunktion in nur einer Hand liegt, bietet Pluspunkte. Da auch für unterschiedliche Fördertechniken die gleiche Steuerungstechnik und die gleichen Rollerdrive eingesetzt werden, eröffnen sich entsprechende Vorteile. Zudem vergrößert sich die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten. Beispielsweise lassen sich Robotik-Anwendungen einfacher realisieren, da eine Achse durch Rollerdrive ersetzt werden kann. Ein millimetergenaues Positionieren über die EC5000 macht dies möglich.

Die Motoren sind jetzt „schlau“ geworden und geben Informationen ab, die sich in der SPS auslesen lassen. Ermöglicht wird dies, da die EC5000 neben der analogen Schnittstelle optional auch mit Busschnittstelle verfügbar ist, die auf dem Canopen-Standard basiert. Damit werden die Förderanlagen erstmals datentechnisch transparent: In Verbindung mit der multiprotokollfähigen Multicontrol von Interroll werden diverse Daten und Funktionalitäten durchgängig über die SPS, etwa einem Human Machine Interface (HMI), visualisierbar. Somit ist das gesamte System auch datentechnisch analysierbar und optimierbar. Es lassen sich beispielsweise Informationen zum aktuellen Betriebszustand und zur Betriebsbelastung der einzelnen Rollerdrive im zeitlichen Verlauf anzeigen, aber auch Fehler, Staus oder Fehl-Ausschleusungen erkennen. Generell wird das System durch die Auswertung der erhaltenen Daten optimiert.

Die DC Platform ist mit Vorgängerprodukten kompatibel; bestehende Anlagen sind nachrüst- und erweiterbar. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Dunkermotoren

Mit IoT auf die Motek

Auch 2019 ist Dunkermotoren wieder auf der Motek in Stuttgart vertreten und präsentiert Produkthighlights rund um das Thema Industrial Internet of Things. Mit dabei: tubulare Lineardirektantriebe.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Antriebe

Intelligent automatisiert

Der ECI 63.xx K5 von ebm-papst kann als Antrieb in Positionier-, Drehzahl- oder Strom- oder Momentenregelung betrieben werden und unterstützt damit die Kommunikations- und Bewegungsprofile nach IEC 61800-7 (DS402).

mehr...