Steuerungssystem JX3

Durch Einheit(lichkeit) stark

Ethernet-basierte Steuerungsgeneration
JetWeb integriert auf einer Plattform alle Automatisierungsfunktionen, von der Antriebstechnik bis zur Bedienerführung, vernetzt mit Ethernet TCP/IP.
Die Steuerungstechnologie JetWeb der Firma Jetter steht für Ethernet-basierte Automatisierungstechnik. Ihre Einführung zu Beginn dieses Jahrtzehnts markierte den Beginn einer wahren Ethernet-Revolution. Ebenso bedeutsam sind die Programmierung mit der Sprache JetSym STX sowie die nahtlose Integration der Antriebstechnik, bis zur Bahnsteuerung. Jetzt geht die zweite Generation von JetWeb ins Rennen – vernetzter, kompakter und leistungsfähiger.

Mit JX3 stellt Jetter eine komplett neue Familie von Steuerungen und Erweiterungsmodulen vor. Hierzu gehören Steuerungen, die durch ihre Skalierbarkeit, Modularität und komfortable Handhabung gekennzeichnet sind. Alle drei Steuerungen haben die gleiche Bauform und werden mit derselben Programmiersprache programmiert. Darüber hinaus bildet eine Vielzahl von Erweiterungsmodulen für digitale und analoge Signalverarbeitung einen Teil dieses neuen Automatisierungssystems.

Eine Eigenschaft zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Konzept: Die Integration aller Automatisierungsfunktionen in ein System mit nur einer Programmiersprache. Die Programmierung der Steuerungssysteme von Jetter erfolgt mit der auf Strukturiertem Text basierenden Sprache JetSym STX. Der Strukturierte Text bietet Funktionen einer Hochsprache und eignet sich somit sehr gut für den steigenden Bedarf an Software für Prozessbeschreibung und Datenverwaltung. (Im Bereich der Steuerungstechnik setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass vor allem Hochsprachen die modernen Anforderungen an die Steuerungs- und Antriebstechnik erfüllen können.) Die Ludwigsburger Firma Jetter entschied sich schon vor Jahren dafür, ihre bereits in den 1980er Jahren entwickelte Klartexthochsprache mit Multitasking in Richtung Strukturierter Text weiterzuentwickeln.

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Drei Steuerungen

Die Steuerungen JetControl 340, 350 und 360 haben exakt dieselbe Baugröße bei einer Modulbreite von 50 Millimetern. Die passenden Erweiterungsmodule weisen jeweils 25 Millimeter Breite auf. Ergänzt wird die Familie durch zwei Busköpfe für eine weitere Dezentralisierung. Für die Anbindung an Ethernet-Netzwerke steht ein Ethernet-Buskopf zur Verfügung. Er hat einen Zwei-Port-Switch. Dadurch ist sowohl der Aufbau von sternförmigen Netzwerkstrukturen, als auch die Verkettung zu einem Liniennetz möglich. Die IP-Adressvergabe erfolgt statisch über einen Dipschalter auf der Backplane oder dynamisch, zum Beispiel über DHCP. Das Modul ermöglicht synchrone Kommunikation über Ethernet zwischen Steuerungen der JetControl-Familie und der dezentralen E/A-Station.

Das Einsteigermodell JetControl 340 ist die kostenoptimierte Einstiegslösung. Damit lassen sich bis zu drei Achsen steuern. Das leistungsstärkere Modell JetControl-350 kann bis zu acht Achsen ansteuern. Die High-End-Steuerung JetControl 360 bietet eine integrierte Bahnsteuerung und kann bis zu 24 Achsen ansteuern. Alle Systeme haben keine Summenbegrenzung bei den digitalen Ein- und Ausgängen. Über den Ethernet-Buskopf gibt es die Möglichkeit der dezentralen Erweiterung.

Die neuen Steuerungen lassen sich durch ihre identische Bauform und die Softwarekompatibilität optimal skalieren. Baut ein Maschinenbauer – innerhalb eines Maschinentyps – Maschinen unterschiedlicher Ausbaustufen und Größe, kann er problemlos zwischen diesen drei Steuerungen migrieren. Bei der Hardwareplanung müssen aufgrund der identischen Bauform praktisch keine Veränderungen vorgenommen werden. Alle drei Steuerungen werden mit derselben Software und Programmiersprache programmiert.
Zentrales Kommunikationsmedium ist Ethernet-TCP/IP. Die neuen Steuerungen und der Ethernet-Busknoten haben mit ihrem integrierten Switch jeweils zwei Ethernet-Ports. Damit lassen sich Linientopologien aufbauen. Zudem bietet der zweite Port die Möglichkeit, die Steuerung zur Laufzeit zu programmieren und zu diagnostizieren, während sie sich im Steuerungsnetzwerk befindet. Zusätzlich verfügen die Steuerungen über eine serielle Schnittstelle und eine CAN-Schnittstelle. Ein SD-Karten-Slot ist bei den Steuerungen JetControl 350 und 360 Standard und bei der Steuerung JetControl 340 optional vorhanden. Mit Hilfe der SD-Karte können Daten ausgetauscht und Software aktualisiert werden.

Erweiterungsmodule

Das JX3-System beinhaltet diverse digitale Ein- und Ausgangsmodule. Für die Prozess- und Messtechnik gibt es verschiedene analoge Module und Temperaturmodule. Weitere Module (zum Beispiel ein Zählermodul) werden aktuell entwickelt. An einen Buskopf, CAN oder Ethernet, lassen sich jeweils acht Erweiterungsmodule anschließen, mittels eines Spannungsversorgungsmoduls sogar bis zu sechzehn Module. So können E/A-Stationen mit maximal 256 digitalen Ein- und Ausgangskanälen gebildet werden.

Das JX3-System hält eine Vielfalt von Diagnosemöglichkeiten bereit. Die Kommunikation zur Steuerung und zum Buskopf, die Betriebssystem-/Firmwareversion, Versorgungs-, Sensor- und Aktorspannungen sowie Anzahl und Status der angeschlossenen Module und das elektronische Typenschild können überwacht werden. Damit hat der Anwender umfangreiche Diagnosemöglichkeiten, die er auch per Fernwartung dezentral vornehmen kann. Die Vernetzung mit Ethernet schafft einen durchgängigen Zugriff auf alle Steuerungen und Busknoten im Netzwerk. PR/gm

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