Schrittmotor-Linearaktuatoren

Hybrid mit eingebauter Verdrehschutzführung

Thomson hat sein Programm der Schrittmotor-Linearaktuatoren um Modelle mit eingebauter Führung erweitert, die ein Verdrehen des Aktuators verhindert.

Die Konfiguration des Aktuators erlaubt die Integration in ihre Baugruppe mit derselben Auswahl an Endenbearbeitung und Anschlussoptionen wie bei den übrigen motorisierten Leitspindeln. © Thomson

Mit dem neuen motorisierten Leitspindel-Aktuator (MLA) sparen Konstrukteure hochpräziser, kurzhubiger Systeme den Kosten-, Zeit- und Wartungsaufwand, der im Zusammenhang mit der Entwicklung und Fertigung eigener externer Führungssysteme anfallen würde. „Die Kombination aus Gewindetrieb und Schrittmotor ist eine einfache und kosteneffiziente Methode, um eine präzise Linearbewegung zu erreichen“, erklärt Markus Brändle, Produktspezialist bei Thomson. „Verwendet man jedoch einfache Baugruppen aus Schrittmotor und Leitspindel, müssen zumeist kostspielige externe Führungssysteme mit Verdrehschutz konstruiert werden. Mit unserer neuen MLA-Produktlinie können Kunden, die eine präzise Verstellbewegung benötigen, ganz einfach die Last, den Hub und die Art der Endenbearbeitung spezifizieren – und haben eine einsatzfertige Lösung.“

Eingebauter Verdrehschutz
Bei einem typischen Schrittmotor-Linearaktuator ist die Last mit einer Mutter verbunden, die beim Drehen der Spindel vor- und zurückfährt. Um die rotatorische Bewegung der motorisierten Leitspindel in die zum Verfahren der Last benötigte axiale Bewegung umzuwandeln, muss die Mutter an einem Verdrehen gehindert werden. Anwendungskonstrukteure realisieren das üblicherweise durch externe Führungsvorrichtungen, die jedoch wertvollen Platz beanspruchen und außerdem zusätzliche Kosten und Komplexität verursachen.

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Pipettieranwendung mit eingebauter Verdrehschutzführung. © Thomson

Das Design der Thomson-MLA-Modelle macht eine externe Führung überflüssig, indem es die Spindel mit einem Aluminiumrohr umhüllt, dessen eingegossenen Kerben in die Mutter greifen, sodass diese sich nicht verdrehen kann. Darüber hinaus hat dieses Design eine integrierte Lagerbuchse, die kleinen Radial- und Momentlasten standhält.

Das Modell eignet sich für lastempfindliche Anwendungen mit begrenztem Platzangebot, die eher kurze Hübe mit hoher Wiederholgenauigkeit erfordern. Beispiele hierfür sind die Justierung eines Mikroskop-Objekttischs, die Neigung eines Computerbildschirms oder die vertikale Positionierung einer Pipette auf ein Reagenzglasgestell. Die ideale Anwendung hat eine Hublänge von weniger als 64 Millimeter, eine Last von unter 890 Newton bei beliebiger Motorgröße und erfordert Geschwindigkeiten unterhalb von 500 Millimeter pro Sekunde. 

Die Schrittmotor-Linearaktuatoren sind ab sofort für die Motorbaugrößen NEMA 8, 11, 14, 17 und 23 erhältlich, 1- oder 2-Stack, mit zahlreichen Optionen für die Motorwicklung. Die realisierbare lineare Auflösung reicht von 0,002 bis 0,191Mikrometer Linearhub pro Schritt. Die Aktuatoren werden mit Lochbildern im NEMA-Standard ausgeliefert, individuell angepasste Lochbilder sind jedoch genauso verfügbar wie spezielle Anschlussgewinde, Verdrahtung, Verkabelung und Stecker. Da die Leitspindel nur an einer Seite des Motors sitzt, lassen sich laut Hersteller Vorrichtungen wie Drehgeber völlig problemlos montieren. as

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