Servomotoren-Baureihen HBI und HBR

Angetrieben auch in der Enge

Steht nur wenig Platz für Antriebssysteme zur Verfügung, bietet Engel die kompakten Servomotoren seiner Baureihen HBI und HBR an. Mit Drehmomenten von bis zu 2,4 Newtonmeter und Leistungen von bis zu 300 Watt unterstützen und vereinfachen die Synchronmotoren die Realisierung raumoptimierter Konstruktionen.

Die kleinen Antriebe der Baureihe HBI haben Gehäuselängen von 125 bis 133 Millimeter und messen am Flansch 45 mal 45 Millimeter und 55 mal 55 Millimeter. Mit Nenndrehzahlen von 3.000 Umdrehungen pro Minute erreichen sie in der Spitze Drehmomente von 0,34 bis 1,02 Newtonmeter. (Bild: Engel)

Ultraflache Transportwagen, filigrane Montagewerkzeuge oder mobile Wiegesysteme sind nur einige Beispiele für Anwendungen, die Konstrukteuren wenig Platz lassen für den Einbau der Antriebseinheiten. Bei Engel in Walluf kennt man noch viele weitere Fälle, bei denen aus Gründen der Bauraum- und Gewichtsreduzierung nur besonders kompakte Motoren und Getriebe infrage kommen – etwa in Verpackungsanlagen, Textilmaschinen oder Reinigungssystemen. Das aktuelle Portfolio des Premiumherstellers beinhaltet daher eine ganze Reihe von Synchron-Servomotoren, die ein schlankes Design haben, ohne es dabei an Leistung und Regeldynamik missen zu lassen. Dazu gehören die kleinen Modelle der Baureihen HBI und HBR.

Komplett mit integrierter Elektronik

Bei der HBI-Reihe handelt es sich grundsätzlich um integrierte Antriebe, die sich als konfigurierbare Komplettlösungen mit eingebauter Regelelektronik und hochauflösendem Hallsensor universell einsetzen lassen. Bei Gehäuselängen von 125 bis 133 Millimeter messen die vier kleinen Modelle HBI 2230/60 und HBI 2630/60 am Flansch gerade mal 45 mal 45 Millimeter und 55 mal 55 Millimeter. Mit Nenndrehzahlen von durchweg 3.000 Umdrehungen pro Minute erreichen sie in der Spitze Drehmomente von 0,34 bis 1,02 Newtonmeter. Die kompakten Einheiten eignen sich gut als dezentrale und platzsparende Antriebslösung für ein- und mehrachsige Applikationen zum Betrieb an 24/48 Volt DC. Ihre Nennleistungen liegen zwischen 53 und 160 Watt.

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Das Bild zeigt sehr gut die kleinen HBR Synchron-Servomotoren (vorne links) im direkten Vergleich mit den großen Modellen der Baureihe. (Bild: Engel)

Ein hochauflösender Winkelgeber macht in der Kombination mit der schnellen, digitalen Regelelektronik die Antriebe zu einem präzise regelbaren und dynamischen Servosystem mit konstanter, gleichmäßiger Drehmoment-Entwicklung. Ansteuerung und Sollwertvorgabe des HBI können über analoge und digitale Signale oder via Feldbus (CANopen) erfolgen. Die Positionierfahrt unterstützt sowohl absolute als auch relative Zielvorgaben. Referenziert wird auf Endschalter, mechanischen Endanschlag oder die jeweils aktuelle Position. Die Parametrierung am PC erfolgt mit einer einfach zu bedienenden Windows-Software (DSerV), die über die serielle Schnittstelle RS232 mit dem Antrieb kommuniziert. Ein HBI ist rasch installiert und kann auch im Standalone-Betrieb arbeiten.

Sechs kleine Synchron-Servomotoren

Für Anwender, die mehr Leistung bei noch geringeren Außenmaßen benötigen, bietet Engel seine sechs kleinen Synchron-Servomotoren aus der Baureihe HBR. Hier beginnen die Flanschmaße bei nur 40 mal 40 Millimeter und die Gehäuselängen reichen von 92 Millimeter (HBR 1615) bis 164 Millimeter (HBR 2660). Mit Nenndrehzahlen von 5.000 bis 8.500 Umdrehungen pro Minute erreichen diese Antriebe – je nach Modell – Spitzendrehmomente von 0,35 bis 2,4 Newtonmeter und geben Dauerleistungen von 80 bis 300 Watt ab. Seinen Ansprüchen an die Regel- und Positioniergenauigkeit entsprechend kann der Kunde bei den Gebersystemen zwischen Hohlwellen-Resolver, Singleturn-Winkelgeber, Multiturn-Winkelgeber (BiSS) oder Hall-Kommutierungsgeber mit Inkrementalsignalen wählen.

Als maßgeschneiderte Lösung für die präzise Regelung seiner HBR-Motoren stellt Engel den digitalen Servoumrichter DSV 1030 zur Verfügung. (Bild: Engel)

Als Lösung für die Regelung seiner HBR-Motoren stellt das Unternehmen den digitalen Servoumrichter DSV 1030 zur Verfügung. Dieser Controller mit Biss-Interface zur Erkennung der Rotorlage unterstützt die Realisierung genauer und dynamischer  Punkt-zu-Punkt-Positionierungen. Da er mit vielen Feldbus-Systemen kommunizieren kann, vereinfacht er auch die Integration der Antriebe in übergeordnete Steuerungsumgebungen. Parametriert wird der DSV 1030 via USB-Schnittstelle – ebenfalls mit der Software DSerV.

Gemeinsame Pluspunkte

Die HBI- und HBR-Modelle haben beide die Option, die Synchronmotoren mit passenden Planetengetrieben – koaxial oder rechtwinklig angeflanscht – und Haltebremsen zu komplettieren. Für den elektrischen Anschluss haben alle Antriebe drehbare Steckverbinder. Zudem erfüllen beide Baureihen die Anforderungen der Schutzart IP54 und lassen sich optional auch für IP65 ausrüsten. Darüber hinaus bietet der Hersteller weitere kundenorientierte Spezifikationsmöglichkeiten. Dazu gehören die Anpassung der Wicklung auf die Drehzahl- und Spannungsanforderung des Kunden, der Einbau von glatten oder verzahnten Abtriebswellen oder Wellen mit Passfeder sowie verschiedene Varianten für den Abtriebsflansch: Mit Wellendichtring, mit verstärkter Lagerung oder mit modifiziertem Zentrierbund. Wartungsfreie Lüfter stehen ebenfalls auf der Zubehörliste. as

 Halle 3, Stand 3332

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