Driveradar

Wie läuft’s beim Antrieb?

Smart Maintenance. Künftig sollen Komponenten, Maschinen und Anlagen mit ihrem Umfeld kommunizieren. Dies wird auch Veränderungen für die Instandhaltung mit sich bringen. SEW bietet mit Driveradar eine Funktion zur Überwachung und Analyse der Antriebstechnik an.

In das Mechatronische Industriegetriebe (MIG) sind bereits erste Driveradar-Funktionalitäten integriert. (Bild: SEW)

Trends wie Industrie 4.0, Internet der Dinge (IoT) oder Cyber-Physical Systems (CPS) definieren heute die technologische Agenda vieler Industrieunternehmen. Komponenten, Maschinen, Anlagen sowie gesamte Fabriken sollen zukünftig über Unternehmensgrenzen hinweg in einem digitalen Netzwerk integriert werden. Sie haben jeweils ein eindeutiges Profil, können proaktiv auf Veränderungen reagieren und mit ihrem Umfeld kommunizieren. Aus dieser Marktdynamik werden in den kommenden Jahren erhebliche strukturelle Veränderungen in Unternehmen erwartet, auch für die Instandhaltung.

SEW arbeitet bereits seit einigen Jahren daran, die Fabrik von morgen mitzugestalten. Die Systemlösungen im Umfeld von Industrie 4.0 sind konsequent auf die Erhöhung der Produktivität ausgerichtet und zeichnen sich durch die ergonomische Unterstützung des Menschen aus. Smart Maintenance, oder Instandhaltung 4.0 nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Betreibern soll ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, welches es ermöglicht Instandhaltungsmaßnahmen orientiert am tatsächlichen Abnutzungsverhalten durchführen zu lassen. In diesem Zuge ist Driveradar der Ansatz von SEW für ein ganzheitliches digitales Abbild von Antriebskomponenten und Systemlösungen mit der Vision dem Kunden Einblicke in Antriebskomponenten, Systemlösungen und Prozesse zu ermöglichen.

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Insbesondere die Bedeutung der Instandhaltung hat durch die steigende Dynamik und Komplexität von Produktionsprozessen sowie den technologischen Möglichkeiten stark zugenommen. Sie stellt weiterhin einen wichtigen und in vielen Betrieben noch unerschlossenen Stellhebel zur Optimierung der Wertschöpfung dar. Können ungeplante Produktionsausfälle vermieden werden, schlägt sich dies direkt in einer erhöhten Verfügbarkeit nieder. Heute werden vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten in der Wissenschaft und der Industrie diskutiert. Als Pionier im Bereich der Antriebstechnik setzt SEW bereits Visionen in die Wirklichkeit um. In das neue Mechatronische Industriegetriebe (MIG), welches 2015 vorgestellt wurde, sind bereits erste Driveradar-Funktionalitäten integriert. Relevante Informationen werden aus unterschiedlichen Datenquellen gewonnen. Insbesondere die Integration von Sensorik (beispielsweise Temperatursensoren zur Erfassung von Getriebe-, Öl- und Elektroniktemperaturen) ist ein wesentlicher Bestandteil des neuartigen MIG-Systems.

Künftig werden die in diesem Antriebssystem entstehenden Informationen und Daten anschaulich und benutzerfreundlich visualisiert (zum Beispiel Trenddarstellungen) und mittels moderner Analyseverfahren (Stichwort machine learning) verarbeitet. Dieses Angebot zur Überwachung und Analyse der Antriebstechnik wird bei SEW unter dem Namen Driveradar entwickelt. Somit wird es für Betreiber von SEW-Komponenten und Systemlösungen komfortabel möglich – auch aus der Entfernung – immer genau zu wissen wie sich ein System im tatsächlichen Einsatz verhält und ob ein Wartungsbedarf vorliegt. Mit dem Einsatz von Driveradar eröffnen sich für Betreiber solcher Systeme eine ganze Reihe von Mehrwerten und Potenzialen zur Optimierung. Dazu zählen zum Beispiel eine verbesserte Transparenz über die Einsatz- und Betriebsbedingungen des betrachteten Antriebs, eine Steigerung der Verfügbarkeit des Gesamtsystems, verbesserte Planbarkeit von Instandhaltungsmaßnahmen, reduzierter Bedarf an bevorrateten Ersatzkomponenten und die Möglichkeit zur Prozessoptimierung.

Das Driveradar soll künftig auch bei weiteren SEW-Komponenten und Systemlösungen zum Einsatz kommen und die Betreiber dabei unterstützen, Ausfälle zu vermeiden sowie Prozesse zu optimieren. Aus charakteristischen Merkmalen aller relevanten Komponenten lassen sich verständliche Handlungsempfehlungen ableiten. Als kompetenter Ansprechpartner unterstützt das Unternehmen seine Kunden mit einem globalen Service-Netzwerk und einem Dienstleistungsbaukasten, angepasst auf individuelle Bedürfnisse. Handlungsempfehlungen können somit direkt in die Tat umgesetzt werden.

Der wesentliche Kundennutzen des Driveradar-Konzepts wird sich künftig in einer deutlich gesteigerten Produktivität bemerkbar machen. Mit einer integrierten und speziell auf SEW-Antriebssysteme und Systemlösungen abgestimmten Funktionalität wird der Kunde die Verfügbarkeit durch Vermeidung von ungeplanten Stillständen steigern können. Gleichzeitig werden durch die kontinuierliche Beobachtung von charakteristischen Merkmalen Instandhaltungsmaßnahmen gezielt planbar.

Von Anfang an wird dabei auf eine intuitive Benutzerfreundlichkeit aus jedem Blickwinkel heraus geachtet werden, was den Anwendern künftig ein ganz neues Anwendererlebnis mit dem Driveradar bieten wird. Dies geht dann über die reine Optik und Bedienung der Softwareoberfläche hinaus. Weitere Merkmale des ganzheitlichen Ansatzes werden sowohl die einfache und intuitive Installation als auch das miteingebundene globale Service-Netzwerk von SEW sein. All dies wird den Kunden in die Lage versetzen, sich auf die eigenen Kernprozesse zu konzentrieren, da alle notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen zuverlässig und fachgerecht übernommen werden können. as

Halle 15, Stand F12 und F09

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