Energiespeichersystem MOVI-DPS

„…gib sie wieder her!"

SEW-Eurodrive hat das stationär und mobil einsetzbare Energiespeichersystem Movi-DPS vorgestellt. Es speichert elektrische Energie direkt beim Antrieb und gibt sie bei Bedarf sofort wieder ab.

Das Energiespeichersystem im konkreten Einsatz: In Intralogistik und Produktion lassen sich die Infrastrukturkosten reduzieren und gleichzeitig die Energiebedarfe der Anlagen minimieren. (Foto: SEW)

Das Energiespeichersystem Movi-DPS (Drive-Power-Solution) des Bruchsaler Unternehmens SEW-Eurodrive ist durchgängig modular aufgebaut. Es besteht aus drei Grundbausteinen – einem Energiekoppelmodul, dem Energiemanagement sowie Energiespeichermodulen mit Doppelschichtkondensatoren. Das Speichersystem kann applikations- und projektorientiert in unterschiedlichen Ausführungen, Größen und Betriebsarten skaliert werden. Das Energiemanagement ist integraler Bestandteil der lokalen Antriebssteuerung und berechnet vorrausschauend die auftretenden Energiemengen und den optimalen Energieaustausch in Abhängigkeit vom Fahrprofil.

Mit diesen Daten wird der Energiekoppler angesteuert, der durch DC/DC-Wandlung den Lade- und Entladezyklus des Speichers festlegt und gleichzeitig überwacht. Beim Einsatz der Energiespeichersysteme in der Intralogistik und Produktion lassen sich die Infrastrukturkosten reduzieren und gleichzeitig die Energiebedarfe der Anlagen minimieren. Bei stationären Antrieben mit kontinuierlicher Netzversorgung wird der Speicher im Leistungsbetrieb eingesetzt. Applikationen mit zyklisch wechselndem Lastprofil sparen durch das Konzept bis zu 64 Prozent des Energiebedarfs ein, indem generatorische Bremsenergie gespeichert und dem Antrieb später wieder zugeführt wird. Gleichzeitig kann die Anschlussleistung reduziert werden, weil die Leistungsspitzen durch den Speichereinsatz nennenswert geringer sind. Außerdem erhöht der Speicher die Versorgungssicherheit und damit die Verfügbarkeit der Anlage

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Bisher bekannt ist die Netzrückspeisung, die Bremsenergie direkt wieder in das Versorgungsnetz abgibt. Das Movi-DPS eröffnet neue Möglichkeiten: Es speichert die Bremsenergie lokal und führt sie dem Antrieb zielgerichtet wieder zu. Der lokale Speicher gleicht Lastspitzen aus und glättet somit den Netzstrom. Dadurch ist es möglich, die Netzbelastung konstant zu halten. Aus dem Netz wird nur so viel Energie entnommen, wie für die Kompensation der mechanischen und elektrischen Verluste notwendig ist. Bei mobilen Applikationen nutzt man die Speichereinheit im Energiebetrieb. Dabei wird der Speicher temporär mit der Netzversorgung verbunden und in kurzer Zeit mit Energie geladen. Danach ist ein absolut flexibler und autarker Betrieb von mobilen Förderapplikationen wie Shuttlefahrzeugen möglich. In Kombination mit der kontaktlosen Energieübertragung Movitrans auf Hauptstrecken und Movi-DPS als Kurzzeitenergiespeicher für flexibles Freifahren realisiert SEW neue individuelle Lösungen. Movi-DPS setzt ein Zeichen für mehr Unabhängigkeit. Denn Flurförder- oder Shuttlefahrzeuge können während der Fahrt durch Energiespuren über eine kontaktbehaftete – oder alternativ induktive – Energieübertragung in kürzester Zeit Energie aufnehmen um danach frei und unabhängig von festen Wegen durch den Raum navigieren. Die Energiespeicher haben durch Doppelschichtkondensatoren eine hohe Lebensdauer. Im Unterschied zu Fahrzeugen mit konventionellen Akkumulatoren reduzieren sich Energieverluste und Wartungsaufwand erheblich, sagt SEW.   pb

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