Trommelmotoren für Obstschäl- und Schneidemaschinen

Hygiene schneidet super ab

Der Obstschäl- und Schneidemaschinen-Spezialist ABL setzt bei der zu- und abführenden Fördertechnik auf Trommelmotoren von Rulmeca.

Der Obstschäl- und Schneidemaschinen-Spezialist ABL setzt bei der zu- und abführenden Fördertechnik auf Trommelmotoren von Rulmeca.

Früher wurden Obstzubereitungen gezuckert, pasteurisiert, sterilisiert oder getrocknet, um konserviert zu werden. Hersteller von Obstverarbeitungsanlagen mussten kein hohes Augenmerk auf die hygienische Ausstattung ihre Maschinen legen. Heute ist bei Obstsalaten, Säften und Smoothies allerdings Frische angesagt, und dabei ist eine lange Haltbarkeit möglichst ohne Konservierungsstoffe entscheidend. Voraussetzung ist höchste Hygiene bei der Produktion. Denn wenn die Obstschäl- und Schneidemaschinen von ABL Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Melonen, Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwis und Mangos verarbeiten, muss das Obst ohne schützende Schale noch lange haltbar bleiben, um frisch beim Verbraucher als geschältes oder geschnittenes Convenience-Produkt anzukommen. Neben der frischeerhaltenden Verpackung – beispielsweise unter Schutzgasatmosphäre– kommt es deshalb auf saubere Verarbeitungsmaschinen an. Wichtige Wettbewerbsvorsprünge können Hersteller von Fruchtverarbeitungsanlagen also nicht nur dadurch erzielen, dass sie das Schälen und Schneiden von Obst effizient und zuverlässig automatisieren – ausschlaggebend sind hygienische Herstellungsbedingungen.

Convenience-Fruits sind gefragt. Obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch von frischem Obst in den vergangenen Jahren abgenommen hat, ist der Verbrauch von Fruchtsnacks und frisch geschnittenem Obst angestiegen. Auch Säfte und Smoothies liegen im Trend und müssen absolut frisch sein. Die italienische Firma ABL, Hersteller von Fruchtverarbeitungsanlagen, widmet sich dieser Aufgabe. Das gesamte Produktportfolio an Voll- oder Teilautomaten für das Obstschälen und -schneiden sollte noch hygienischer und produktschonender werden. Hierfür hat das Unternehmen jedes Konstruktionselement bis hin zur letzten Schraube überprüft und konstruktive Verbesserungen vorgenommen. Ein Schwerpunkt lag in der Beseitigung von schwer zu reinigenden Stellen und Toträumen. Wichtig war es auch, Erfahrungen der täglichen Reinigungspraxis in die Konstruktion einfließen zu lassen; so ließ sich die Effizienz der täglichen Anlagenreinigung optimieren. Eine wichtige Richtlinie, die ABL für keimarme Schäl- und Schneidprozesse in seine Handbücher integriert hat, sind Hygienevorschriften für das Bedienpersonal sowie Hinweise zur Vorbehandlung der Rohprodukte, denn die ungeschälten Produkte sind letztlich die größten Träger von Keimen und damit Verursacher der Kontaminationen auch am geschälten Obst.

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Trommelmotoren für hygienische Fördertechnik in unterschiedlichen und Leistungsklassen. (Foto: Rulmeca)

Trommelmotoren aus Edelstahl
Aber es war nicht nur Ziel, die Hygiene der Anlagen generell zu verbessern, sondern auch auf hohe Qualität und Innovation zu setzen – zum Beispiel bei der Fördertechnik, die durch den direkten Produktkontakt höchste Hygieneanforderungen erfüllen muss. Für die Antriebstechnik der Förderbänder setzt ABL auf Trommelmotoren aus Edelstahl. Sie ersetzen unterschiedliche andere Konstruktionsformen wie zentrale Antriebe mit Ketten oder dezentrale Antriebe mit Schneckengetriebe, denn diese Varianten haben Nachteile hinsichtlich der Hygiene. Trommelmotoren indes vermeiden durch ihr Design schlecht zu reinigende Schmutzecken und Toträume. Zudem sind sie mit hohen IP-Schutzgraden sicher geschützt gegen korrosive Fruchtsäfte sowie aggressive Reinigung. Neben den hohen Hygieneeigenschaften ist auch der hohe Wirkungsgrad der Trommelmotoren von Bedeutung, denn sie sind bei Umgebungstemperaturen von nur einem bis drei Grad Celsius im Einsatz. Je weniger Energie die Anlagen verbrauchen, desto geringer fallen die thermischen Verluste und somit die Kosten für die Kühlung aus.

Hoher mechanischer Wirkungsgrad
Die bei den Obstschäl- und Schneidemaschinen von ABL eingesetzten Rulmeca-Trommelmotoren erzielen gute Gesamtwirkungsgrade. Beispielsweise hat der 113er Trommelmotor mit 0,37 Kilowatt Leistung einen elektrischen Wirkungsgrad von mehr als 77 Prozent. Das entspräche IE3, wenn diese Norm für diese Leistungsklasse gelten würde. Auch ist der mechanische Wirkungsgrad des Stirnradgetriebes, das direkt mit dem Motor verbunden ist, mit 94 bis 97 Prozent – je nach Getriebestufe – hoch. Im Vergleich dazu haben Schnecken-Getriebemotoren signifikant schlechtere Gesamtwirkungsgrade. Trommelmotoren sind deshalb so effizient, weil deren Konstruktion die Friktionsverluste verringert. Zudem wird der Motor konstant und effizient durch ein Ölbad gekühlt. pb

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