S-DIAS-Steuerungssystem

In den Kufen sitzt der Kopf

Steuerungstechnik für Paletten-Transportsystem. Sigmatek hat das Transportsystem Logimover von Eisenmann mit Automatisierungstechnik ausgestattet.

Zwischen den beiden Einzelkufen gibt es keine mechanische Verbindung, somit können diese auch unter mehreren Paletten hindurch fahren und auch Paletten im hinteren Lagerbereich ohne Umlagerungen gezielt erreichen. (Foto: Sigmatek)

Der Logimover optimiert die Abläufe sowie den Platzbedarf im Transport- und Logistikbereich. Er besteht aus zwei ohne mechanische Verbindung operierenden Kufen. Sie fahren selbständig unter Euro-Paletten, heben sie an und befördern sie mit einer Geschwindigkeit bis ein Meter pro Sekunde per optischem Spurführungssystem an den gewünschten Ort. Damit die beiden einzelnen Kufen synchron auf Kurs bleiben, kommunizieren diese über Infrarot miteinander und nehmen die Fahrbefehle via WLAN von der Zentralsteuerung entgegen. Das Lagerlogistikmanagementsystem koordiniert die Fahraufträge und steuert den Materialfluss. Das Logimover-Kufenpaar wiegt weniger als 100 Kilogramm und stemmt Lasten bis 1.000 Kilogramm. Jede Einzelkufe hat zwei Antriebseinheiten, mit denen sie fährt und lenkt.

Die Integration der Steuerungstechnik in die Kufen war eine Herausforderung. Sigmatek lieferte die Lösung: Das S-Dias-Steuerungssystem ist modular und kompakt aufgebaut und lässt sich auf dem engen Kufeninnenraum verbauen. Jede einzelne Kufe hat eine eigene S-Dias-Steuerungs- und I/O-Einheit, in die auch Safety nahtlos integriert ist. Dadurch sind kürzeste Reaktionszeiten – im Millisekundenbereich – bei der Signalverarbeitung möglich. Das Safety-System ist TÜV-zertifiziert und erfüllt SIL 3 gemäß IEC 62061 und EN ISO 13849-1, Kategorie 4, PLe. Neben hoher Packungsdichte, schneller Signalverarbeitung punktete das S-Dias-System bei Eisenmann auch mit seiner Vibrationsfestigkeit und der komfortablen Handhabung.

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Die Kommunikation der beiden Kufen zur S-Dias-Kopfsteuerung erfolgt per Varan Wireless über WLAN im Frequenzbereich von 2,4 oder fünf Gigahertz. Bei einer eventuell eintretenden Not-Halt-Situation wird per Broadcast-Übertragung über die Safety-Steuerung ein zentraler Not-Halt an die Kufen gesandt. Sicherheits- und Steuerungstechnik sind durchgängig über das hart echtzeitfähige Ethernet-Bussystem Varan vernetzt. Die Kopfsteuerung regelt die Kufenpaare in harter Echtzeit und stellt somit synchrone Bewegungen, geregelte Kurvenfahrten, Echtzeitüberwachung der Motorströme und die Synchronisierung der Motoren sicher. Da diese Protokolle einheitlich sind, sei die Datensicherheit gewährleistet. Durch die Redundanz der Steuerungskopfstation kann die Kommunikation zum Leitrechner sichergestellt werden, wodurch sich Ausfall-, Funktions- und Betriebssicherheit erhöhen. Die manuelle Bedienung des Logimovers kann über ein handelsübliches WLAN-Tablet oder mobiles Panel von Sigmatek erfolgen.   pb

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