Motor-Zustandsanalyse

Neues Geschäft mit der Wartung

Zustandsanalyse für Motoren. ABB stellt smarte Sensoren vor, die neue Geschäftsmodelle für die Wartung von Niederspannungsmotoren ermöglichen. Die Motoren teilen dabei selbst mit, wann eine Wartung fällig ist.

Ein Sensorsystem liefert Infos zu Betriebsparametern wie Vibrationen, Temperatur oder Überlastung und ermittelt den Energieverbrauch. (Foto: ABB)

Von ABB kommt eine Lösung, die das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen (Internet of Things, Services and People) hochwirtschaftlich für Millionen von Motoren von ABB einsetzt. Ein smarter Sensor ermöglicht eine detaillierte, umfassende und kostengünstige Zustandsanalyse für Niederspannungsmotoren. Anlagenbetreiber können damit alle Vorteile der vorausschauenden Wartung nutzen und so Stillstandszeiten reduzieren oder sogar verhindern, den Energieverbrauch optimieren und Wartungskosten senken. Mit dem smarten Sensor können Anlagenbetreiber künftig den Zustand ihrer Motoren über ein Smartphone oder einen PC jederzeit überprüfen. Mit sofort verfügbaren, exakten Informationen über den Zustand jedes ihrer Motoren können sie die Wartung auf Basis des tatsächlichen Bedarfs planen und sind nicht mehr allein auf Zeitintervalle oder Betriebsstunden angewiesen. Außerplanmäßige Stillstände können dadurch verhindert und die Betriebszeit verlängert werden.

Das Schlüsselelement hierfür ist ein kleines, smartes Sensortag mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle, das am Motor angebracht ist. Die Sensortags können ab Werk angebracht oder bei bereits montierten Motoren nachgerüstet werden. Das smarte Sensorsystem liefert Informationen zu den Betriebsparametern wie Vibrationen, Temperatur oder Überlastung und ermittelt den Energieverbrauch mit einer Genauigkeit von plus/minus zehn Prozent. Die Sensortags senden die Daten drahtlos mit Hilfe von Standardprotokollen an sichere cloudbasierte Server von ABB. Eine spezielle Software analysiert die Daten und überträgt sie in verwertbare Informationen. Die Daten werden zur Trendanalyse zeitlich protokolliert. Die Informationen über den Motorstand werden zum Beispiel an ein Smartphone oder ein internetbasiertes Kundenportal gesendet. Die Anwendung ist intuitiv und benutzerfreundlich. Tritt ein Problem auf, gibt das System eine Warnmeldung an den Bediener und signalisiert damit Wartungsbedarf.

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Die Analyse der gespeicherten Daten kann neue Wege für die Optimierung von Betrieb und Wartung von Anlagen eröffnen, etwa durch Informationen über den Energieverbrauch der Motoren zur Erstellung effizienterer Lastprofile. Die Zustandsanalyse schafft zugleich neue Geschäftsmodelle auf der Grundlage internetbasierter Daten, die durch das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen jetzt möglich werden.

Das Interesse an dieser Lösung sei groß, versichert ABB. Im Rahmen des Internet of Things, Services and People soll sie wesentlich zur Veränderung des Wartungsgeschäfts und der Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Servicemöglichkeiten beitragen. Von ersten Pilotanwendern gebe es positive Rückmeldungen – vor allem wegen tieferen Einblicks in ihre Anlagen. Ausgehend von der Anlagenübersicht können sie tiefer in spezifische Bereiche vordringen und sogar hinab bis zu den einzelnen Motoren gehen. Seien potenzielle Motorprobleme bekannt, könne eine gezielte Wartungsplanung für die installierten Niederspannungsmotoren erfolgen, was erhebliche Einsparungen ermögliche. ABB arbeitet derzeit intensiv an der Entwicklung dieser Lösung und will diesen im Verlaufes dieses Jahres einführen.  pb

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