Scheibenläufer für Elektro-Enduro von KTM

Die Öko-Enduro: Ohne Krach und Gestank

Mit dem neuen Freeride Segment bringt KTM als Weltmarktführer für Offroad-Sportmotorräder frisches Potential in den Geländesport. "Die federleichten Genießer-Enduros tragen grundsätzlich die selben Gene jeder KTM-Wettbewerbsenduro in sich", erzählt Johannes Proschek, der bei KTM als Produktmanager für Elektromobilität, ergänzend zur Freeride 350, die Entwicklung der Freeride E vorantreibt. Die extrem leichten Freeride-Maschinen meistern Offroad-Herausforderungen auf spielerische Art mit geringem Kraftaufwand. Dabei ist die Elektroversion ein Fahrzeug, das sich mit einer 125 ccm Zweitakt-Maschine messen kann. Ein unmittelbar sattes Drehmoment des Elektromotors und das Entfallen des Schaltens erhöhen jedoch auf engen und winkeligen Kursen mit anspruchsvollen Kurven den Funfaktor. Auch dass vom Motorrad selbst eigentlich nur noch das Laufgeräusch der Kette zu hören ist, vermittelt völlig neue Erfahrungen. Ohne Lärm und Abgase unterwegs zu sein bedeutet aber auch 'Freeride' auf Crossstrecken im Umfeld von Wohngebieten, was die Einrichtung von Trainingsstrecken erleichtert und damit den Offroadsport fördert.

Null Emission

Die neue Freeride E wird 2012 mit einigen hundert Exemplaren in die erste Serie gehen.

Der Antrieb, mit dem KTM als erster namhafter Motorradhersteller vorprescht, ist ein bürstenloser Scheibenläufermotor der PMS Motorreihe von Heinzmann. Die PMS Motorreihe zeichnet sich durch die von Perm entwickelte und patentierte Technologie aus. Die Aktivteile dieses Motors hat der Mattighofer Motorradhersteller in ein eigenes Gehäuse mit tragender Funktion integriert. Auf Grund seiner Bauform ist der Scheibenläufermotor prädestiniert für den Einbau in ein Zweirad. "Dabei zeichnen sich die PMS 126 durch ihre besonders flache Ausführung und ihre hohe Leistungsdichte aus", bestätigt Proschek. Besonders wichtig ist ihm auch das geringe Trägheitsmoment, das sehr gute Beschleunigungseigenschaften bietet. Ebenfalls von besonderer Bedeutung in der Elektromobilität ist eine große Reichweite, die durch den hohen Wirkungsgrad der patentierten Perm-Technologie erreicht wird. Der Synchronmotor, der in dieser Anwendung bis 6.000 Umdrehungen dreht, entwickelt ein maximales Drehmoment von 42 Newtonmeter. Dieses sorgt schon beim ersten Zupfen am Drehgriff für Begeisterung beim Piloten. Dabei steigt die Kraft linear mit der am Drehgriff geforderten Leistung an, wie man es sich bei Verbrennungsmotoren wünscht aber nur selten bekommt. Zur Stromversorgung hat KTM ein Hochspannungskonzept mit 300 Volt realisiert und dafür eine eigene Lithiumionen-Batterie entwickelt. Diese ist in rund anderthalb Stunden 'vollgetankt' und reicht je nach Gelände und Fahrweise für etwa eine Dreiviertelstunde Freeride. Blitzschnell mit einem Handgriff ausgetauscht ist die Freeride E mit einem neuen Akku-Pack sofort wieder im Gelände, wo sie allerhärteste Behandlung wegsteckt und mit Zero Emission maximales Offroad-Vergnügen bringt. bw

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