Bionischer Bio-Ventilator

Bio-Ventilator nach dem Vorbild einer Eule

Der bionische Bio-Ventilator von Ziehl-Abegg besteht aus Bio-Polyamiden, die auf Rizinusöl basieren. Er basiert auf bionischen Erkenntnissen der Flügelgeometrie und ist sehr leise. Neben CO2-Einsparungen gibt es Verbesserungen bei der chemischen und der Temperaturbeständigkeit.

In die Flügelgeometrie des Ventilators wurden Erkenntnisse aus der Bionik eingearbeitet. (Bild: Ziehl-Abegg)

Der bionische Bio-Ventilator erspart den Menschen Lärm, benötigt weniger Strom und reduziert den CO2-Ausstoß. Eingesetzt werden kann die Neuentwicklung beispielsweise in der Kältetechnik (Kühlkette bis zum Supermarkt), in Heizungen, Wärmepumpen und zur Elektronikkühlung (Rechenzentren, Schaltschrankkühlung, Umrichterkühlung). Außerdem hat der Ventilator eine höhere chemische Beständigkeit, bessere Kälteschlagzähigkeit und ist heißwasser- sowie dampfbeständiger.

Vorbild Eulenflügel

In die Flügelgeometrie des Ventilators wurden Erkenntnisse aus der Bionik eingearbeitet. Eulen beispielsweise können sehr leise fliegen, da ihre Flügel groß und stärker gewölbt sind. Das bringt dem Vogel sehr viel mehr Auftrieb bei niedrigen Geschwindigkeiten. Außerdem gibt es Fransen am Ende der Eulenflügel. Dadurch treffen die Luftströmungen der Flügelober- und Unterseiten an der Hinterkante der Flügel sanfter – und somit leiser – aufeinander. Daher ist die Hinterkante des Ventilatorflügels gezackt. Geier, Adler und Störche stellen dazu einzelne Federn auf, dadurch lösen sich an jeder Federspitze kleine Randwirbel ab, was den Widerstand des Flügels reduziert. Bei Ziehl-Abegg sind die Eulen-Ventilatorenflügel seit Jahren mit einem Knick am Rand ausgestattet.

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Zusätzlich wird der CO2-Ausstoß bei der Herstellung des Geräts reduziert. Nachwachsende Rohstoffe tragen durch Substitution fossiler Rohstoffe zur Minderung von CO2-Emissionen bei. Der Ventilatorflügel besteht zu mehr als 60 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Sebazinsäure, welcher aus dem Öl der Rizinuspflanze gewonnen wird. Der Wunderbaum, aus dem Rizinusöl gewonnen wird, nimmt in der Wachstumsphase CO2 auf, daher reduziert sich der CO2-Ausstoß im Vergleich zu Kunststoff auf Erdölbasis um Zweidrittel.

Bio-Material reduziert das Gewicht

Der Bio-Ventilator ist im Vergleich zu einem Produkt aus PA6 GF30 (fossile Basis) um sechs Prozent leichter. Einmal resultiert dies aus einer fünf-prozentigen Dichte-Ersparnis und zum anderen aus einer um ein Prozent niedrigeren Feuchtigkeitsaufnahme. Darüber hinaus bringt das Material für die Kundenweitere Vorteile mit sich, die Einsatzmöglichkeiten für diesen Ventilator vergrößern sich. Der Ventilator hat eine höhere chemische Beständigkeit (Spannungsrissbeständigkeit unter Einfluss aggressiver Chemikalien), er ist heißwasser- u. dampfbeständiger (hohe Hydrolysebeständigkeit), nimmt 50 Prozent weniger Feuchtigkeit auf, hat eine bessere Kälteschlagzähigkeit und gutes Abrieb/Verschleißverhalten.

Die Hinterkante des Ventilatorflügels ist gezackt, außerdem haben sie einen Knick am Rand – Vorbild waren hier die Flügel von Eulen. (Bild: Ziehl-Abegg)

Vor 20 Jahren war „fairer“ Kaffee nur etwas für Exoten, jetzt schauen immer mehr Menschen hinter Werbebotschaften, Transportwege und Herstellungsprozesse. Daher könne der bionische Bio-Ventilator Vorbildcharakter haben, findet Ziehl-Abegg – auch wenn der Preis derzeit höher sei als für Erdölprodukte. Da die Geräteleistungsdaten und die Abmessungen identisch seien, gebe es keine technischen Hemmnisse – jedoch müsse der Markt für dieses Produkt und dessen positive Umwelteigenschaften sensibilisiert werden. as

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