Automatisierungsbaukasten Movi-C

Durchgehend automatisiert

Fibro Läpple Technology setzt in seinen Portallösungen Antriebe von SEW-Eurodrive ein. In seinem neuen Portalbaukasten verwendet das Unternehmen nun erstmals durchgehend Antriebs- und Steuerungstechnik aus Bruchsal. 

FLT entwickelte einen neuen Achs- und Portalbaukasten und stellte im Herbst 2017 den ersten Linearportalroboter vor, der aus dem neuen Baukasten zusammengestellt wurde. © SEW

Fibro Läpple Technology (FLT) mit Sitz in Haßmersheim, rund 20 Kilometer nördlich von Heilbronn, entwickelt und baut automatisierte Fertigungsanlagen für die Automobilindustrie und zahlreiche andere Branchen. Für Transport- und Handlingsaufgaben wie die Maschinen- oder Pressenbeladung hat FLT einen neuen modularen Achs- und Portalbaukasten entwickelt, mit dem sich verschiedene Baugrößen an hoch dynamischen Portalrobotern und Achsen realisieren lassen. Im Standard werden Verfahrgeschwindigkeiten bis 4,5 Meter pro Sekunde und Beschleunigungen bis sechs Meter pro Quadratsekunde erreicht. Handhabungsgewichte bis über eintausend Kilogramm stellen dabei hohe Anforderungen an die Antriebsmechanik.

FLT setzt auch bei seinem neuen Portalbaukasten wieder auf leistungsfähige Antriebstechnik von SEW-Eurodrive. In einem weiteren Schritt kommt jetzt auch der innovative Automatisierungsbaukasten Movi-C zum Einsatz. Mit dieser neuen Plattform in Verbindung mit den Getriebe- und Motorenbaukästen bietet SEW-Eurodrive ein komplett durchgängiges Produktportfolio für die Maschinen- und Anlagenautomatisierung. Die Engineeringsoftware Movisuite vereinigt die mechanischen, elektromechanischen, elektronischen und softwarebasierten Technolgiebausteine in einer funktionalen Einheit.

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Intuitive Steuerung

FLT setzte in der Vergangenheit für seine Portallösungen eine gängige Industriesteuerung ein und kombinierte sie mit Antriebskomponenten von SEW-Eurodrive. „Wir haben dabei aber immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die von uns bisher eingesetzte Industriesteuerung für die Automatisierung unserer Maschinen und Portale überdimensioniert, zu teuer und viel zu komplex war. Viele unserer Kunden haben sich daher alternative Lösungen von uns gewünscht, die zu attraktiven Preisen alle erforderlichen Funktionen bieten und dabei sehr einfach und schnell in Betrieb zu nehmen sind. Diesen Anforderungskatalog hat SEW-Eurodrive mit dem Automatisierungsbaukasten Movi-C mit der neu entwickelten Engineeringsoftware Movisuite für uns erfüllt. Wir haben daher die Entscheidung getroffen, nicht nur bei den Antrieben, sondern auch bei der Steuerungstechnik künftig auf SEW zu setzen“, erläutert Boris Bind, Entwicklungs- und Konstruktionsleiter bei FLT.

Bedienpanel der Reihe DOP11C mit hochauflösendem Farbdisplay, schnellen Prozessoren und großem Arbeitsspeicher. © SEW

Dank Movi-C wurde für den neuen Portalbaukasten von FLT in enger Zusammenarbeit mit SEW-Eurodrive ein lauffähiges System geschaffen. Bei den Achsen kommt neueste Servotechnik mit Synchrongetriebemotoren zum Einsatz. Für die Steuerung der drei Portalachsen wurde die Roboter Language SRL von SEW eingesetzt, ein Softwaremodul, das in Movisuite integriert ist.

„Die Zusammenarbeit während der Entwicklungsphase hat wirklich sehr gut funktioniert“, freut sich Boris Bind. „Wir haben gemeinsam technische Details diskutiert und dann schnell den Projektfortgang beschlossen.“

Einfache Programmierung

Movisuite erleichtert neben der Inbetriebnahme durch Funktionalitäten wie automatische Codegenerierung deutlich die Programmierung von komplexen Bewegungen mehrerer Achsen. Gab es früher eine ganze Reihe von Softwaretools mit teilweise unterschiedlichen Bedienoberflächen, so sind mit der Einführung von Movisuite sämtliche Softwarefunktionen rund um Antriebe und Steuerung – einschließlich der Konfiguration Funktionaler Sicherheitstechnik – unter einem einheitlichem Look-and-feel erreichbar.

Hier findet sich buchstäblich alles, von den Inbetriebnahmetools für Hardware und Antriebe über die Steuerungs- und Sicherheitstechnik bis hin zur Visualisierung der gesamten Abläufe und zu Applikationsmodulen wie dem Modul „Roboter Language SRL“, mit dem FLT die Achsenbewegungen programmierte.

Benutzerfreundliche Engineeringsoftware

In die einfache Bedienbarkeit von Movuite investierte SEW-Eurodrive viel Energie. Die Software wurde nach den neuesten Erkenntnissen auf maximale Benutzerfreundlichkeit hin optimiert und hat eine moderne, klar gegliederte Oberfläche. In einem übersichtlichen Strukturbaum sieht der Anwender alle Antriebe mit ihren Reglern, Steuerungskomponenten und Betriebsdaten. Diese Komponenten lassen sich per drag-and-drop in das zu konfigurierende Netzwerk hineinziehen, so dass innerhalb kürzester Zeit Konfigurationen erstellt und Einstellungen vorgenommen werden können.

„Mit Movisuite stellt uns SEW eine Steuerungssoftware zur Verfügung, die uns alles bietet, was wir in der Maschinenautomatisierung brauchen. Es gibt keine Trennung mehr zwischen Antriebstechnik und Steuerungstechnik, und die gesamte Software ist wirklich benutzerfreundlich“, bestätigen Guido Hoffmann und Thomas Heiß, die bei FLT für die elektrische Steuerungstechnik zuständig sind. „Movisuite ist so klar strukturiert und intuitiv aufgebaut, dass selbst ein Gelegenheitsnutzer binnen kürzester Zeit eine Applikation programmieren kann. Sieben Zeilen Code genügen, um auch ohne umfangreiche Schulung eine Achse in Bewegung zu setzen. Das ist für unsere Kunden ein enormer Vorteil, denn sie wollen möglichst schnell mit der Applikation arbeiten, statt sich mit den spezifischen Besonderheiten einer Software auseinanderzusetzen.“

Gut und kostenoptimiert

„Gegenüber anderen Steuerungslösungen, bei denen auch zahlreiche nicht benötigte Funktionen mitgekauft werden müssen, bedeutet Movisuite für uns eine deutliche Ersparnis“, sagt Boris Bind. „Hinzu kommt noch der reduzierte Programmier- und Inbetriebnahmeaufwand, der sich ebenfalls in den Gesamtkosten für die Automatisierung einer Maschine niederschlägt. Wir haben bei SEW-Eurodrive also nicht nur eines der breitesten Produktspektren im Markt und eine leistungsfähige und schnelle Software, sondern auch noch einen deutlichen Kostenvorteil – und das alles bei einer engagierten Betreuung, bei der wir mit unseren Anforderungen wirklich im Zentrum stehen.“

Heiko Füller/

as

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