Servokompaktantrieb Ecompact

Große Vorteile auf kleinem Raum

Servokompaktantrieb als dezentrale Antriebslösung
Motion Control direkt an der Maschine
Auf der diesjährigen Motek stellte die Jenaer Antriebstechnik erstmalig ihren neu entwickelten Servokompaktantrieb Ecompact vor. Motorseitig basiert diese Lösung auf der bewährten Motorbaureihe Ecostep 23S des Thüringer Unternehmens.

Im Servokompaktantrieb Ecompact arbeitet ein hochdynamischer, zweiphasiger, encoderkommutierter Synchronmotor mit Flanschmaß 56,2 Millimeter quadratisch (Nema23) und einem Spitzendrehmoment bis zu zwei Newtonmeter. Er eignet sich bestens als Direktantrieb. Ein Getriebe kann damit in der Regel entfallen; Der Antrieb ist platzsparender, genauer und kostengünstiger. Die kompakte Lösung ist mit einem hochauflösenden Inkrementalencoder (128.000 Inkremente je Umdrehung) ausgerüstet. Der integrierte Servoverstärker unterstützt die digitale Drehmoment-/Kraft-, Geschwindigkeits- und Positionsregelung.

Die Inbetriebnahme erfolgt assistentengestützt mit dem Software-Tool ECO Studio. Steuerung, Parametrierung und Diagnose werden über CANopen abgewickelt. Zum Anschluss des Servoantriebs stehen Leiterplattensteckverbinder oder optional Industriesteckverbinder zur Verfügung. Der Antrieb ist mit einer Wiederanlaufsperre ausgestattet und lässt sich optional mit einer Haltebremse ausrüsten. Für die Bewegungsprogrammierung können vorgefertigte Technologiefunktionen eingesetzt werden.

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Intelligenz inside

Die Vorteile dieser Lösung zeigen sich am deutlichsten bei einer Gegenüberstellung mit der klassischen Antriebslösung, bei der die Servoverstärker in einem zentralen Schaltschrank angeordnet sind. Beim Ecompact bilden Motor und Servoverstärker eine Einheit. Auf dem Servoverstärker sind Motion Control-Funktionen implementiert. Je nach Anwendung kann eine übergeordnete Steuerung entfallen.

Die Integration des Servoverstärkers im Motor erfordert nur ein um etwa zwei Drittel reduziertes Schaltschrankvolumen. Damit einhergehend entfällt ein Großteil des Verkabelungsaufwands im Schaltschrank. Aber nicht nur im Schaltschrank werden Kabel gespart, auch der Verkabelungsaufwand zwischen Schaltschrank und Motor wird geringer. Statt wie bei der klassischen Lösung mit speziellen Motor- und Encoderkabeln werden nur noch ein Versorgungs- und ein Buskabel (CANopen) benötigt, das darüber hinaus in Strang- beziehungsweise Ringtopologie ausgeführt sein kann und nicht von den Kompaktantrieben sternförmig zum Schaltschrank geführt werden muss. Die erforderlichen Kabel sind kostengünstige Standardkabel.

Neben klaren Kostenvorteilen bei der Beschaffung hat die deutliche Reduzierung der Verkabelung auch positive Auswirkungen auf Inbetriebnahme und Wartung, denn jedes Kabel und vor allem jede Steckverbindung ist eine potenzielle Fehlerquelle. Diese entfallen nun zum größten Teil, was weniger Zeitaufwand bei Aufbau und Fehlersuche und damit auch hier weniger Kosten bedeutet. Die Inbetriebnahme des Kompaktantriebs ist schneller.
Bei Systemerweiterungen sind in der Regel keine Änderungen im Schaltschrank erforderlich. Es werden lediglich direkt an der Maschine weitere Kompaktantriebe hinzugefügt und in das vorhandene CANopen-Bussystem eingebunden. PR/gm

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