Drehgeber, Zähler, Tachometer

Präzises Positionieren mit Know-how

Baumer mit neuem Produktbereich Motion Control
Typische Beispiele für Sonderlösungen sind Drehgeber mit Atex-Zulassung, Drehgeber mit redundanten Schnittstellen, Drehgeber im korrosionsfesten Edelstahlgehäuse oder Neigungssensoren. (Bilder: Baumer, Bereich Motion Control)
Die Baumer-Gruppe ist ein weltweit aktiver Hersteller von Sensorprodukten für die Fabrik- und Prozessautomation. Sie beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter in 34 Gesellschaften und 16 Ländern. Die fünf Unternehmensbereiche Sensor Solutions, Motion Control, Vision Technologies, Process Instrumentation und Gluing Systems decken ein breites Produktspektrum für unterschiedlichste Branchen ab.

Mit der Gründung von eigenen Vertriebsgesellschaften in den letzen 30 Jahren machte die Baumer-Gruppe ihre Produkte dem internationalen Markt gut zugänglich. „Unseren Kunden versprechen wir nicht nur höchst zuverlässige Produkte, sondern auch kompetente Beratung mit dem Ziel, für die spezifischen Anforderungen die am besten geeigneten Sensorlösungen anzubieten“, erläutert Dr. Oliver Vietze, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender der Baumer-Gruppe, die Unternehmenstrategie. „Wir messen Innovationen und neuen Technologien größten Wert bei. Das belegt auch die Tatsache, dass weltweit zwölf Prozent unserer Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig sind.“

Hinter dem neu geschaffenen Produktbereich „Motion Control“ verbergen sich vier Kompetenzzentren: Baumer in Frauenfeld, Baumer Hübner in Berlin, Baumer IVO in Villingen-Schwenningen sowie Baumer Thalheim in Eschwege. Bei Baumer in Frauenfeld werden inkrementale und absolute Drehgeber vor allem auf der Basis magnetischer Abtastungen entwickelt. Aktuelles Produkt-Highlight ist der Magres hermetic. Dieser Drehgeber mit höchster Schutzart ist sehr kompakt. Mit intelligenten Kompaktantrieben für Stell- und Positionieraufgaben fertigt das Unternehmen durchdachte und ausgereifte Antriebssysteme. Als ein führender Hersteller von HeavyDuty-Drehgebern und Tachogeneratoren ist Hübner in Berlin seit Jahrzehnten ein Begriff. Ein aktuelles Produkt ist der magnetische HeavyDuty-Drehgeber mit intelligenter Auswerteelektronik. Magnetische Geber von Baumer Hübner gibt es als Inkremental- und Absolutgeber. Dank intelligenter Auswerteelektronik lassen sich hier extreme Robustheit und Präzision – aus technischer Sicht oft widerstreitende Forderungen – gleichzeitig erfüllen. Der erste Absolutgeber mit elektronischem Multiturn wurde 1990 von IVO entwickelt. Heute gehört die Firma mit Standort Villingen-Schwenningen zu den führenden Anbietern von absoluten Drehgebern mit Feldbus-Schnittstellen. Bekannt ist Baumer IVO auch für seine breite Palette mechanischer und elektronischer Zähler und Tachometer sowie für das erste elektronische Spindelpositioniersystem mit absoluter Abtastung und Soll-Istwert-Anzeigen. Kompakte inkrementale Drehgeber und Drehgeber mit hochgenauen Sinus-Ausgangssignalen sind die Stärke von Baumer Thalheim. Ein aktuelles Beispiel ist der „sho.k.proof“, laut Hersteller der weltweit erste Drehgeber, der Schockbelastungen absorbiert. Weiter ist Thalheim bekannt für inkrementale Drehgeber mit großen Hohlwellen.

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Allen vier Firmen ist eins gemeinsam: Sie gelten als kompetente Partner in vielen unterschiedlichen Anwendungsgebieten von der Antriebstechnik bis zur Prozessautomatisierung. Dabei spielen das umfassende Know-how in den Branchen und die Fähigkeit, kundenspezifische Applikationen schnell und wirtschaftlich zu realisieren, eine besondere Rolle. Da alle vier Hersteller unterschiedliche Marktsegmente abdecken, konkurrieren sie kaum miteinander. Vielmehr sollen die Synergieeffekte der Zusammenarbeit genutzt werden. Einen Eindruck davon vermittelt der neue, gemeinsame Auftritt der Baumer Group auf der SPS/IPC/Drives 2008 in Nürnberg. Hier können die Besucher praktisch alles rund ums Positionieren finden – vom einfachen Inkrementalgeber bis zu Absolutwertgebern, die selbst unter Wasser zuverlässig arbeiten, neue Zählverfahren für den Multiturn sowie intelligente Kompaktantriebe für unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Bei Feldbussen die Nase vorn

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Übertragungsgeschwindigkeit, die zu übertragende Datenmenge und die Länge der Übertragungswege deutlich gestiegen. Gleichzeitig sollte der Verkabelungsaufwand sinken. Das begründete den Siegeszug der Feldbustechnik. Weil sich aber kein einheitliches System durchsetzen konnte, werden Drehgeber und ihre „Verwandten“ heute mit allen üblichen Feldbusschnittstellen angeboten. Neben integrierten Schnittstellen sind bei den Anwendern modulare Konstruktionskonzepte beliebt, weil sie Montagezeiten minimieren und den Service vereinfachen. So gibt es beispielsweise Baukastensysteme, bei denen sich die für die Wellen- oder Hohlwellenmontage ausgelegten Basis-Drehgeber mit verschiedenen austauschbaren Bushauben kombinieren lassen, zum Beispiel für CANopen, DeviceNet, Profibus-DP oder Ethernet-Lösungen wie EtherCAT, Profinet und Powerlink.

Außerdem bietet Baumer wirtschaftliche Lösungen auch für ungewöhnliche Aufgabenstellungen im Bereich der Automatisierungstechnik. Beispiele sind Drehgeber mit Atex-Zulassung, Drehgeber mit redundanten Schnittstellen, die sicherheitstechnischen Anforderungen gemäß SIL 2 und SIL 3 erfüllen oder inkrementale und absolute Drehgeber im korrosionsfesten Edelstahlgehäuse. Darüber hinaus tragen auch eine breite Palette intelligenter Kompaktantriebe, Spindelpositionierssysteme, Neigungssensoren mit großen Messbereichen oder Ferraris-Beschleunigungssensoren zu maßgeschneiderten Positionierlösungen bei. PR/gm


SPS/IPC/Drives: Halle 4A, Stand 141

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