Antriebstechnik

Robustes Glas

Der Durchmesser eines Glasfaserkerns ist mit gerade mal neun Mikrometer zehn Mal kleiner als der eines menschlichen Haares Dennoch ist die filigrane Glasfaser im Vergleich zu Kupferkabeln hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit ein wahrer Tausendsassa.

So lassen sich mit Lichtwellenleitern theoretisch Datenübertragungsraten bis zu 100 Terabit/s erzielen. Glasfaserkabel haben zudem ein sehr geringes Gewicht, verfügen über geringe Abmessungen und garantieren geringe Signalverluste. Um den Spagat zwischen der IT-Welt und den Anforderungen der Feldebene zu meistern, hat es sich eks Engel zum Ziel gesetzt, industrietaugliche LWL-Systeme für eine durchgängige Vernetzung bis auf die Feldebene zu entwickeln.

Eine dieser Entwicklungen ist die industrielle Kompaktspleißbox FIMP (Fiber Industrial Mini Patch) für bis zu zwölf Lichtwellenleiterfasern. Mit 115 Millimeter mal 61 Millimeter mal 113 Millimeter baut diese Box kompakter als vergleichbare 19 Zoll-Lösungen. Im Hinblick auf eine zeitsparende und einfache Installation ist FIMP zudem spleißfertig bestückt. Als Kupplungsvarianten stehen SMA, ST, SC, LC, FC-PC und E-2000 zur Verfügung. Zum Spleißen lässt sich sowohl die Frontplatte als auch die Spleißkassette herausnehmen.

Da das pulverbeschichtete Edelstahlgehäuse magnetisierbar ist, lässt sich die Spleißbox an einen Schaltschrank oder ein Gehäuse befestigen, falls keine Ablagemöglichkeit besteht.

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Grundstein für eine Familie

Nur wenige Monate nach der Markteinführung der Kompakt-Spleißbox stellte das Unternehmen mit der Hybrid-Spleißbox eine weltweit bis dato einzigartige Lösung vor, die gleich zwei Welten in einer kompakten Einheit vereint - die Energieversorgung über Kupferkabel mit der Datenübertragung via Lichtwellenleiter (LWL) oder Kupferkabel (RJ45).

Die Hybrid-Spleißbox ermöglicht selbst an sehr schwer zugänglichen Stellen im Innen- und Außenbereich einen schnellen und sicheren Datentransfer via LWL über sehr große Reichweiten und stellt gleichzeitig die Stromversorgung sicher. Im Servicefall ermöglicht die Spleißbox in unzugänglichen Bereichen der Automation (zum Beispiel hinter Schleppketten) den schnellen und gezielten Austausch von Kabeln. Eine mechanische Entkoppelung ist ebenfalls gewährleistet. Weiterhin kann die Spannungsversorgung gezielt abgegriffen, die Datenseite (LWL) jedoch durchgängig verdrahtet werden. Somit ist die Übertragungsstrecke respektive Reichweite nicht, wie bei einem Hybrid-Kabel, aufgrund der physikalischen Eigenschaften auf die Kupferübertragungslänge begrenzt.

Blick nach vorn

Mit dem jüngsten Mitglied der FIMP-Familie, dem FIMP zeigt sich, dass man aus der IT-Welt bewährte Technologien auch im rauen Industrieumfeld nutzen kann. Besonderheit der für bis 24 LWL-Fasern ausgelegten Neuentwicklung ist ein MPO-Set, mit dem sich die vor allem in Rechenzentren wegen ihrer hohen Packungsdichte geschätzte MPO-Technologie auch in der Automation einsetzen lässt. Die MPO-Kupplung kann sowohl außen am Gehäuse, als auch im Innenraum des FIMP - also vor Umwelteinflüssen weitgehend geschützt - platziert werden.

In Bezug auf die Kupplungen hat der Anwender nun die freie Wahl zwischen klassischen SC Duplex-Kupplungen und Kompaktkupplungen. Insgesamt acht Ausstanzungen bieten hohe Flexibilität bei der Kabelzuführung.

So lässt sich die Spleißbox durch drei Ausstanzungen jeweils an der Ober- und Unterseite des Gehäuses - zwei zusätzliche befinden sich an der Rückseite - auch als Durchgangsverteiler für bis zu 24 Fasern nutzen. Thorsten Ebach/bw

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