Antriebstechnik

Aufwärtstrend ab 2004

Anzeichen der Erholung des europäischen Antriebsmarktes im Jahr 2004 stellt Frost & Sullivan in einer aktuellen Analyse fest. Die erwartete bessere Wirtschaftslage soll auch die Nachfrage nach elektrischen (Drehstrom-) Antrieben fördern.

Die Wachstumshoffnungen werden von günstigeren Preisen sowie dem erwarteten Aufschwung des wichtigen deutschen Marktes genährt. Für das AC-Segment, der Hauptsäule des europäischen Elektroantriebsmarktes, erwartet man ein robustes Wachstum. Während viele Sektoren des Marktes für Bewegungssteuerungen gesättigt sind, profitieren die Antriebe weiter von der breiten Akzeptanz der Technologie und wachsender Nachfrage in Bereichen mit vielen Anwendungen.

Zunehmend positiv wirkt sich auf die Antriebsbranche die verstärkte Nachfrage nach den neuesten Produktreihen der führenden Hersteller aus. Siemens, Danfoss, Control Techniques, Bosch-Rexroth und andere führten modernisierte oder neue Antriebsreihen ein. Das Interesse der Kunden an technischen Verbesserungen und Weiterentwicklungen kommt dem Gesamtmarkt zugute.

Im Zusammenhang mit neuen Produktserien verweist Mik Sabiers, Research Manager bei Frost & Sullivan, auf eine wichtige Tatsache, die sich positiv auf die Marktentwicklung auswirkt: ,,Europa hat im Vergleich zu anderen Regionen eine größere Zahl einheimischer Hersteller. Sie brachten nicht nur die Technologie voran, sondern konzentrierten sich auch auf die Erhöhung der Bekanntheit und Akzeptanz ihrer Produkte." Das insgesamt günstige Wachstumspotenzial zog ein breites Spektrum internationaler Anbieter an. Die europäischen Hersteller haben jedoch eine starke Position, indem viele der führenden Innovatoren der Branche in Europa fertigen.

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Wachstum bei AC-Antrieben

Im Wechselstromsektor kommen die Wachstumsimpulse von neuen Produkten und technischen Weiterentwicklungen. Diese Faktoren werden voraussichtlich zu einer kräftigen Erholung im Jahr 2004 führen und dazu beitragen, den Jahresabsatz von Wechselstromantrieben in Europa bis 2009 auf 1,7 Millionen Stück zu steigern. Das entspricht einem Umsatz von 1,74 Milliarden US-Dollar und einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 4,6 Prozent.

Im Vergleich der Regionalmärkte dominiert Deutschland mit einem Umsatzanteil von 36,6 Prozent am Gesamtmarkt (2002). Allerdings verzeichnet dieser wichtigste Ländermarkt wegen der stark gesunkenen Nachfrage die schlechteste Performance. Danach folgen Frankreich (10,3 Prozent), Großbritannien und Italien (jeweils 9,9 Prozent).

Deutschland ist wichtigster Markt

Der Europamarkt wird von einer Vielzahl verschiedener Wettbewerber beliefert, die sich drei Hauptkategorien zuordnen lassen und zu denen die Branchenriesen ebenso zählen wie kleine Spezialanbieter für Nischenanwendungen. Mik Sabiers führt aus: ,,Zur ersten Kategorie zählen ABB und Siemens, die sich darauf konzentrieren, den Anforderungen in vielfältigen Produkt-, Regional- und Anwendungsmärkten zu entsprechen. Sie sind bestrebt, Komplettlösungen anzubieten und können als einzige einen zweistelligen Marktanteil behaupten. Es ist auch interessant, die Entwicklungen in der mittleren Herstellerkategorie zu beobachten. Zahlreiche Anbieter bemühen sich, ihre Präsenz international auszubauen. Mit steigenden Wachstumsraten dürften sich auch Neueinsteiger für den Markt interessieren. Deshalb müssen sich die Hersteller auf technische Fortschritte, die Verbesserung von Service und Support sowie wettbewerbsfähige Preisniveaus konzentrieren." Gunthart Mau

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