Ethernet

Leitungstypen, Anforderungen, Qualitätssicherung

Verkabelung von Industrial Ethernet
Die Beschaffenheit der Leitung ist bei Industrial Ethernet eines der wichtigsten Themen. Im Unterschied zur sauberen Umgebung im Büro ist die Verkabelung im Feld mechanischen, chemischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. Lapp Kabel hat sich bereits sehr früh diesen Anforderungen gestellt und bietet seit Jahren maßgeschneiderte Kabellösungen an.

Aufgrund der vielfältigen Kabelbelastungen stehen für den Entwickler der Leitungsaufbau und vor allem das Außenmantelmaterial im Fokus der Betrachtungen. Lapp Kabel sorgt dafür, dass Leitungen aller Art (nicht nur Industrial Ethernet-Leitungen) den Anforderungen im industriellen Umfeld standhalten. Alle Anforderungen werden in den firmeneigenen Labors und Testanlagen in Stuttgart sowie im lothringischen Kabelwerk in Forbach vor Freigabe des Produktes geprüft. In Forbach befindet sich außerdem ein Brandhaus, in dem die einschlägigen Brandtests nach IEC 60332-1 (Bunsenbrenner-Test) und IEC 60332-3 (Ofen-Bündeltest) zum Nachweis der Flammwidrigkeit durchgeführt werden.

Sein Kabelsortiment für Ethernet beziehungsweise Industrial Ethernet baut der Stuttgarter Hersteller konsequent aus. Seit vielen Jahren hat er 10base5- und 10base2-Leitungen für die Ethernet-Verkabelung im Büro in seinem Lieferprogramm. Ihnen folgten die zwei- und vierpaarigen Industrial Ethernet-Leitungen mit AWG24- und AWG26-Querschnitt, die Lapp unter dem Markennamen „Etherline“ vertreibt.

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In der Zwischenzeit etabliert sich mehr und mehr die Profinet-Technologie in der industriellen Automatisierung. Auch hierfür bietet Lapp Kabel ein qualifiziertes Leitungsprogramm. Eine torsionsfeste Ausführung für Roboteranwendungen ist gegenwärtig in der Entwicklung und im Test. Ferner runden spezielle Leitungstypen wie eine armierte Version, eine flexible Hybridversion (mit Spannungsversorgung) und ein Typ A mit Nagetierschutz das Programm ab.

Selbstverständlich kann die Verkabelung von Industrial Ethernet auch mit Lichtwellenleiter realisiert werden. Hier reichen die Möglichkeiten von der Kunststoff-Faser POF (Polymer Optical Fibre, für kurze Entfernungen bis 60 Meter) über eine Kunststoff ummantelte Glasfaser PCF (Polymer Cladded Fibre, maximal 500 Meter) bis hin zur klassischen Glasfaser GOF (Glass Optical Fibre, je nach Anwendung bis zu vier Kilometer). Bei einer gemischten Verkabelung (Kupfer und Lichtwellenleiter) wird der Übergang von einem Übertragungsmedium auf das andere mit einem Medienkonverter durchgeführt. Hans Euler

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