Antriebstechnik

Energiespar-Potenziale konsequent nutzen

Rittal mit neuen Energiespar-Kühlgeräten in bewährtem Design
Als wegweisender Schritt hat Rittal ein neues Energy-Label nach EN DIN 14021 eingeführt: Es garantiert den Anwendern nachvollziehbar höchste Effizienz des Energieeinsatzes in der Gesamtbilanz des Kühlsystems.
Dipl.-Ing. Michael Maage, ISS International Sales Support, System-Klimatisierung, Rittal, Herborn

Mit seinen Energiespar-Kühlgeräten „Cool Efficiency“ setzt Rittal derzeit neue Standards bei umweltfreundlichen und kosteneffizienten Lösungen für die Schaltschrank-Klimatisierung. Moderne Kompressor- und Lüftertechnologien tragen zu sinkendem Energieverbrauch sowie zu niedrigeren Betriebskosten bei. Die Klima-Innovation reduziert den Energieverbrauch bei gleicher Kühlleistung um bis zu 45 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen. Kühlgeräte verbrauchen während ihres gesamten Produktlebens ein Mehrfaches ihres Beschaffungspreises an Energiekosten. Diese Schere klafft umso weiter auseinander, je niedriger der kältetechnische Wirkungsgrad ist. So manches vordergründig mit niedrigem Preis lockende Angebot entpuppt sich dabei in der Praxis schnell als Problemerzeuger aufgrund des hohen Energieverbrauchs und der laufenden Betriebskosten. Dass dies auch anders geht, zeigt Rittal mit seinen neuen Energiespar-Kühlgeräten „Cool Efficiency“. Zur Hannover Messe 2009 präsentiert der Klimaspezialist neben seinen Wandanbau-Kühlgeräten in der 1.000 Watt-Klasse auch Geräte mit 2000 Watt Kühlleistung.

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Basis der neuen Kühlgeräte sind die Rittal TopTherm PLUS-Kühlgeräte der Baureihe SK 3304. Durch den Einsatz neuester Kältekompressor- und Lüftertechnologien sowie der optimierten Anordnung der Wärmetauscher-Komponenten und Kältemittelfüllmengen lassen sich deutliche Energieeinsparungen erzielen. So kommt bei den Lüftermotoren die EC-Technologie (electronic commutation) zum Einsatz. Dabei haben die Außenläufermotoren mit elektronischer Kommutierung einen dynamisch gewuchteten Rotor mit mehrpoligem Magneten. Die Rotorlage wird über drei Hallsensoren erfasst. Die Motorversorgung und Regelung erfolgt über eine externe Betriebselektronik. Präzisionskugellager sorgen für eine hohe Lebensdauer und geringe Geräuschentwicklung. Vergleichbar fortschrittlich zeigen sich auch die Kompressoren. Alles dies – verbunden mit einer Optimierung des Kühlmittelinhalts – bedeutet zunächst einen höheren gerätetechnischen Aufwand und damit verbunden einen etwas höheren Kühlgerätepreis.

45 Prozent Energie- kosten einsparen

Demgegenüber steht jedoch der Vorteil, dass die neue „Energy-Saver-Serie“ den Energieverbrauch bei gleicher Kühlleistung um bis zu 45 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen reduziert. Rittal bietet damit seinen Kunden eine Entscheidungsalternative, um über den Vergleich von Gerätebeschaffungspreis und Energie-Verbrauchs-Charakteristik die für den jeweiligen Anwendungsfall am besten geeignete Lösung zu wählen. Egal, wie die Entscheidung dabei ausfällt: Alle aktuellen Kühlgeräte von Rittal tragen das neu eingeführte Energie-Effizienz-Label (siehe Kastentext) und garantieren damit die Einhaltung der auf dem Typenschild und in den gedruckten Unterlagen angegebenen Leistungsdaten im Serieneinsatz.

Bis zu 45 Prozent CO2-Ausstoß einsparen

Eindrucksvoll sind die Einsparungspotenziale, die bei CO2-Ausstoß per „Cool Efficiency“ möglich werden. Sie setzen folgende Parameter voraus: Betrieb unter Volllast zu 70 Prozent, unter Teillast zu 30 Prozent. Betriebszeit 16 Stunden pro Tag an 240 Tagen im Jahr. Gegenüber 405 Kilogramm pro Jahr bei einem Standardgerät liegt diese bei den Cool Efficiency-Lösungen bei nur 223 Kilogramm CO2. Wiederum hochgerechnet auf 200 Geräte ergibt dies eine Einsparung von rund 36.000 Kilogramm im Jahr – eine Entlastung, die der Umwelt gut tut (Grafik). Die Neuentwicklung aus Herborn verfügt serienmäßig über nanobeschichtete Verflüssiger und integrierte elektrische Kondensatverdunstung. Während ersteres vor allem für einen konstant hohen Wirkungsgrad sorgt und durch die bei den meisten Anwendungen überflüssigen Filtermatten minimale Wartungskosten gewährleistet, trägt zweites auch zur Erhöhung der Unfallsicherheit durch das Vermeiden von Pfützenbildung durch Kondensat bei. Die neuen Cool Efficiency-Kühlgeräte werden anschlussfertig verdrahtet und inklusive Bohrschablone und Befestigungsmaterial geliefert.

Fazit

Auf Ertrag und Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsysteme müssen eine vorteilhafte Bilanz aufweisen. Ganzheitliche Betrachtungen der Energie-Effizienz bei der Klimatisierung von Elektronik ist deshalb angesagt. Rittal betreibt bereits seit Jahrzehnten umfangreiche Grundlagenforschung und neue Wege erschließende Vorausentwicklungen. Daraus sind immer wieder Neuerungen hervorgegangen – wie beispielsweise vor Jahren die PRO OZON Initiative mit den ersten FCKW-freien Kühlgeräten für die Elektronik. Ein weiteres Beispiel sind die hier beschriebenen Cool Efficiency Kühlgeräte. Neu im Programm sind auch Thermoelectric Cooler nach dem Peltierprinzip, die durch einen einzigartig hohen Wirkungsgrad überzeugen – bei kleinen Baumaßen, geringem Gewicht und günstigem Preis. In ihrer Summe garantieren alle diese Neuerungen aus Herborn den Anwendern nachvollziehbar höchste Effizienz des Energieeinsatzes als Gesamtbilanz dieser Systeme.

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