Antriebe und Steuerungen

Umsatz durch ­Kundenorientierung

Antriebsmarkt wächst kontinuierlich
Die steigende Nachfrage nach technologischer Integration zwingt die deutschen Antriebshersteller zunehmend, ihr Produktportfolio anzupassen. Gleichzeitig müssen sie verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren, um kundenspezifische Lösungen anbieten zu können – als Ergänzung zum ohnehin schon hochkomplexen und automatisierten Produktionsumfeld.

Dass weiterentwickelte Eigenschaften von elektrischen Antrieben zunehmend gefragt sind und die Gesamterträge auf dem deutschen Markt spürbar abkurbeln werden, bestätigt eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan: Während der Markt im Jahr 2004 ein Volumen von 778,1 Millionen US-Dollar erreicht hat, soll es bis zum Jahr 2011 (bei einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 1,8 Prozent) auf 884,1 Millionen ansteigen.

Angesichts der gestiegenen Wünsche der Endverbraucher nach Raum- und Kosteneinsparungen sowie einer unkomplizierten Installation ist der Markt derzeit von einer steigenden Nachfrage nach neuen, kompakten und vor allem multifunktionalen Produkten geprägt. Mehr denn je wird heute von Herstellern ein großflächiges Produktportfolio verlangt, das alle Segmente des Antriebsmarktes abdeckt. Weitere Forderungen betreffen eine kürzere Markteinführungsphase, höhere Produktivität, die Reduzierung der Lebensdauerkosten sowie hohe Produktqualität und Verlässlichkeit. Ein weiterer Trend ist laut der Analyse der Versuch der Endverbraucher, die Zulieferketten einzuschränken.

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Neue Produktentwicklungen sind der Schlüssel, um die künftige Nachfrage nach elektrischen Antrieben zu schüren. Schon jetzt offerieren Hersteller immer präzisere, kleinere und kompaktere Lösungen, besonders bei Drehstrom-Servoantrieben. Tatsächlich erweist sich dieses Segment als Hauptmotor für den Gesamtmarkt. Schon haben Gleichstrom-Standardantriebe Teile des Marktes an die Frequenzumrichtertechnik verloren, wobei die Zahl der von DC zu AC wechselnden Endverbraucher künftig noch größer werden soll. Der Grund: höhere Genauigkeit und Zuverlässigkeit sowie attraktive Preise der Drehstromtechnik.

Asien erobert Marktanteile

Die Erweiterung der Europäischen Union nach Osteuropa hat sich positiv auf den deutschen Antriebsmarkt ausgewirkt. Gelockerte Restriktionen brachten in allen Industriebereichen Vorteile für Export orientierte und international agierende deutsche Unternehmen.

Weltweit müssen sich die deutschen Antriebshersteller allerdings Herausforderungen aus dem asiatischen Raum stellen. So bringen China und Südkorea mehr und mehr kostengünstige und qualitativ hochwertige Angebote auf den Markt. Um zu verhindern, dass Firmen aus diesen Regionen Marktanteile gewinnen, müssen die etablierten Unternehmen ihre Tradition und ihre Reputation betonen. Zwar können die neuen Marktteilnehmer Kostenvorteile bieten; etablierte Produzenten aber offerieren bessere und gezieltere Beratung, Umsetzungen und Trainings. (gm)

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