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Softwaremanagement - Wachhund für die Software

SoftwaremanagementWachhund für die Software

Datenmanagement-System Versiondog. Je höher der Automatisierungsgrad in der Produktion, umso wichtiger ist eine Abstimmung aller prozessbeteiligten Einheiten aufeinander. Es sind immer wieder Optimierungen des Produktionsprozesses erforderlich, um auf die wechselnden Zielgrößen reagieren zu können.

Softwaremanagement

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eben diese Optimierungen entsprechend zu verfolgen und eine Dokumentation aufrufen zu können. Nun ist natürlich nicht nur die letzte Änderung von Relevanz, sondern auch die direkte Nachverfolgung ab der Basisversion über alle zurückliegenden Systemanpassungen. Denn gerade im regulierten Umfeld sind eine exakte Änderungshistorie und die entsprechende Dokumentation unerlässlich. Um diese Anforderungen in der Praxis umzusetzen, steht mit „Versiondog“ von Auvesy ein Datenmanagementsystem zur Verfügung, mit dem herstellerübergreifend die Programme und Daten von SPS, NC, Visu, Roboter, Frequenzumrichter und anderen Automatisierungskomponenten versioniert und nachverfolgt werden können. Das System basiert im Wesentlichen auf drei Fundamenten.

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Eine wesentliche Grundaufgabe der Versionsverwaltung besteht darin, exakt eine gültige Version für einen Datensatz (im Sinne von NC-Programm, SPS-Programm oder Konfigurationsdatei) bereitzustellen. Dies bedeutet, dass es per se auch nur eine aktuell gültige Version geben kann. Hier ein paar Beispiele: Üblicherweise sind mehrere Kollegen aus der Instandhaltung und Projektierung an den Programmänderungen eines Produktionsprozesses beteiligt.

Nicht jede Änderung bleibt auf Anhieb ohne Nebeneffekte. Gerade um einen Produktionsablauf nicht zu beeinträchtigen, muss eine vermeintliche Optimierung erst validiert werden, bevor sie eine Freigabe erhält. Mit manuellen und individuellen Versionierungs- und Verwaltungsmaßnamen der Daten lassen sich weder Durchgängigkeit noch Nachhaltigkeit erreichen. Das Versiondog-System greift genau hier: Die aktuell gültige Version eines Programms wird als jene definiert, die zuletzt zentral auf dem Serversystem abgelegt wurde.

Versiondog

Der Zugriff auf die aktuell gültige Version im zentralen Serverarchiv erfolgt durch einen Anforderungsvorgang, den „Check-Out“. Optimierungen im Automatisierungsprogramm werden durch das Zurückspielen des neuen Standes auf den Server freigegeben („Check-In“). Die gleichzeitige Bearbeitung des Programms durch mehrere Anwender, die gegebenenfalls nichts voneinander wissen, wird unterbunden. Dies wird durch die Möglichkeit der „exklusiven Bearbeitung“ eines Projektes sichergestellt.

Versionierung und Änderungshistorie
Zur Gewährleistung einer verlässlichen und lückenlosen Nachvollziehbarkeit der Änderungen am Produktionsprozess ist es erforderlich, dass für jede Anpassung eines Softwareprogramms der Anlass, der Zeitpunkt und die Verantwortlichkeit dokumentiert werden. So einfach und einleuchtend dies auch klingen mag, genauso herausfordernd stellt sich dies in der Realität dar. Ein wesentlicher Grund hierfür mag sein, dass der Vorgang des Dokumentierens nicht zwingend als Bestandteil der Programmänderung, sondern eher als lästige Nacharbeit eingestuft wird. Aus diesem Grund ist es unbedingt erforderlich, dass die Dokumentation von Programmänderungen als Bestandteil des Änderungsprozesses verstanden wird. Und so übernimmt Versiondog nicht nur alle Verwaltungsschritte bis hin zur zentralen Ablage des geänderten Programms als aktuell gültige Version im zentralen Serverarchiv, sondern unterstützt und führt den Anwender. Genau hier kommen die sogenannten smarten Vergleicher zum Einsatz. Sie adaptieren die Projektdarstellung in Abhängigkeit der verwalteten Automatisierungsprojekte. Der Anwender erhält auf diese Weise eine verlustfreie und wiedererkennbare Informationsdarstellung der Projektänderungen in gewohnter Form. Von der ersten gültigen bis zur aktuell gültigen Version stehen dem Anwender mit Versionskommentar und Änderungszusammenfassung alle Datensätze zur Verfügung.

Überwachung in den Automatisierungsgeräten
Um eine durchgängige Qualität und Produktivität der Fertigungsprozesse sicherstellen zu können, ist es erforderlich, dass alle prozessbeteiligten Module hinsichtlich ihrer Programme und Parametrierung auf dem aktuellsten Stand sind. Hierfür müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss eindeutig bekannt sein, was die aktuellste Version eines Programms ist. Zweitens muss sichergestellt werden, dass in den Automatisierungsgeräten auch genau diese Programmversionen geladen sind. Mit Versiondog ist die erste Anforderung nach der aktuellsten Version bereits geklärt: Es ist genau die Version, die zentral im Serverarchiv abgelegt ist. Nun kann zu jedem Datensatz eine Überwachungsaufgabe hinterlegt werden, die zyklisch ausgeführt werden soll. So ließe sich beispielsweise täglich ein Job ausführen, der eine Überprüfung vornimmt, ob das Programm in der Steuerung immer noch der aktuellen Version im Serverarchiv entspricht. Bei Ermittlung einer Abweichung kann sich der Verantwortliche via E-Mail direkt informieren lassen.

Die Überwachung der Programme im Automatisierungsgerät durch Versiondog führt zu folgender Überlegung: Wenn sichergestellt werden kann, dass alle Geräte eines Fertigungsprozesses genau den Projektstand und Parametersatz geladen haben, der nachvollziehbar auch der aktuellen Version im Serverarchiv entspricht, können folgende Vorteile abgeleitet werden:

Optimierungen können aus der Analyse des Prozesses direkt in die Projektierung überführt werden, da zu jedem Automatisierungsgerät die aktuelle Version des Programms sowie die Konfigurationsdaten bekannt sind.

Sollte eine Änderung in der Anlage entdeckt werden, so kann aus der Versiondog-Meldung systematisch eine Reaktion ausgelöst werden: Es gilt zu überprüfen, was sich geändert hat und ob sich die Änderung als Optimierungsmaßnahme mit Wertschöpfung identifizieren lässt. Ebenso ist ermittelbar, ob es sich um eine gewollte/geplante Änderung handelt und ob Bereiche der funktionalen Sicherheit der Anlage durch die Änderung betroffen sind.

Da der letzte Projektstand eines Geräts bekannt ist, kann jederzeit ein Disaster Recovery mit minimalen Stillstandzeiten der Anlage durchgeführt werden.

Dr. Tim Weckerle; Dr. Thorsten Sögding/bw

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