Werkstückträgersysteme

Das Werkstückträgersystems WTS Softmove von Stein Automation sorgt für schonenden Teiletransport in der Montagetechnik. (Foto: Stein)

Werkstückträgersysteme in der Montagetechnik

Werkstückträgersysteme dienen innerhalb diverser Produktionsprozesse in der Montage- und Prüfanlagentechnik dem Transport von Produkten unterschiedlicher Größen und Formen. Verschiedene Ausführungen und Größen sowie der unterschiedliche Aufbau ermöglichen eine aufgabenspezifische Förderung nach Kundenwunsch. Flexibilität, Variantenvielfalt und Robustheit sind Voraussetzungen, die ein Werkstückträgersystem erfüllen muss - aber auch schonender Teile-Transport, geringer Energieverbrauch, minimaler Verschleiß und höchste Verfügbarkeit sind wesentliche Merkmale für Werkstückträgersysteme.

Schonender Teiletransport durch Softmove

Diese Vorgaben erfüllt zum Beispiel das Werkstückträger-Transportsystem mit WTS-Softmove von Stein Automation in VS-Schwenningen, das auch sehr anspruchsvollen Aufgaben in der Produktions- und Montage-Rationalisierung gerecht wird. Denn mit der WTS-Weiterentwicklung Softmove lassen sich der Durchsatz in der Montage spürbar erhöhen, die Qualität steigern, und gleichzeitig die Betriebskosten drastisch reduzieren.

Möglich macht dies die Softmove-Technologie zur Geschwindigkeits-Optimierung und Schonung des Band- und Transfersystems, der Werkstückträger (WT) und der zu befördernden Bauteile oder Baugruppen. Denn die mit Gleichstrommotoren angetriebenen Doppelgurtbänder des WTS-Werkstückträgersystems sind im An- und im Auslauf in der Geschwindigkeit intelligent regelbar. Gilt es beispielsweise in herkömmlichen Montage-Transfersystemen einen Werkstückträger aus dem Stand heraus weiter zu transportieren, erhöht sich die Normalgeschwindigkeit des Doppelgurtbandes kurz auf bis zu 26 Meter pro Minute und wird erst wieder kurz vor dem Auftreffen des WT auf den Stopper oder den Anschlag der anzufahrenden Station heruntergeregelt. Fährt nun laut Programm kein weiterer WT in dieselbe Station ein, steuert beim WTS-Softmove der Regler den Motor eine bestimmte Zeit im Schleichgang und schaltet nach ein paar Sekunden ganz aus. Das reduziert zum einen den Energieverbrauch erheblich und zum anderen den Verschleiß um über 80 Prozent.

Wirtschaftliche Montageabläufe

Läuft der nächste WT in den Bereich der anzufahrenden Station ein, weiß die Steuerung des WTS-Systems, wo der vorgefahrene WT steht und regelt kurz vor dem Zusammentreffen ebenfalls seine Geschwindigkeit herunter. Für jeden nachfolgenden WT gilt das Gleiche, so dass Crashs und Beschädigungen am WT, am System und an den Bauteilen oder Baugruppen im Normalfall auszuschließen sind. Der Clou daran: Die WTS-Softmove-Abläufe basieren ausschließlich auf Software und erfordern keine weiteren Installationen. Darüber hinaus sorgen schnellere und zuverlässige Materialfluss-Abläufe für mehr Durchsatz pro Zeiteinheit, es wird weitere Energie eingespart, und auch der Verschleiß ist spürbar vermindert. Schließlich können die Werkstückaufnahmen auf den WT vereinfacht werden - das hilft ebenfalls Kosten zu minimieren.

Werkstückträgersysteme mit Positionsgenauigkeit

Mit dem WTS-Softmove dürfte das Problem des schnellen, sicheren und reproduzierbar positionsexakten Materialflusses in Montagelinien endgültig als gelöst gelten. Darüber hinaus sind aufwändige und komplizierte Einzugs- und Positionierstationen einzusparen, wodurch sich die Kosten für Fertigung, Montage und Installation reduzieren und sich andererseits die Prozesssicherheit erhöht, weil weniger hochbeanspruchte und damit störanfällige Mechanik benötigt wird. Dies ist besonders im Bereich der Produktion von Kunststoffteilen von Interesse, weil hier die Maschinen meist mehrschichtig arbeiten und Störungen den gesamten Produktionsprozess lahmlegen können. Werden nämlich die fertigen Kunststoffteile nicht kontinuierlich abgeführt oder sukzessive den nachfolgenden Montageprozessen zugeführt, beeinträchtigt dies nicht nur die mögliche Leistungsfähigkeit, sondern auch den Ausstoß der Anlagen. pb

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