handling - Fachportal für Handhabungstechnik, Fabrikautomation, Intralogistik
Home> Automatisierung> Robotik>

Fertigung von Alu-Strukturbauteilen - In einem Rutsch

Bosch demonstriert MRKKooperation ohne Berührung

Bosch Apas mit Behinderten

Auf der Motek zeigt Bosch anhand der Apas family, wie sich Mensch-Roboter-Kollaboration flexibel und sicher gestalten lassen soll.

…mehr

Fertigung von Alu-StrukturbauteilenIn einem Rutsch

In der Herstellung weicht Stahl zunehmend leichteren Materialien wie Aluminium.

Aluminium-Strukturbauteile werden in der Fertigungslinie von SHL geschliffen, entgratet, gefräst und genietet. (Bild: SHL)

SHL hat eine Anlage entwickelt, die Alu-Strukturbauteile schleift, entgratet und anschließend mechanisch bearbeitet – vollautomatisch in einem durchlaufenden Prozess und robotergestützt.

Der steigende Einsatz von leichten Materialien fordert auch die Prozesstechnik. Die Bearbeitung von Alu-Strukturbauteilen mit komplexen Geometrien ist anspruchsvoll, die Anforderungen an die Oberflächenqualität sind hoch. Vorteile bringen hier robotergestützte Lösungen, die mehrere Bearbeitungsschritte automatisiert durchführen. SHL bietet einen wichtigen Baustein für eine vernetzte Produktion: Mithilfe von Industrierobotern werden Strukturbauteile – beispielsweise Federbeinstützen – vollautomatisch geschliffen, entgratet und vermessen. Anschließend erfolgt die mechanische Bearbeitung durch Bohren und Fräsen. Darüber hinaus werden die Teile gerichtet, kontrolliert und genietet. „Dies geschieht in einem durchlaufenden Prozess“, so SHL-Projektleiter Daniel Welte.

Anzeige

Der Bearbeitungsprozess in der Fertigungslinie beginnt mit der Bereitstellung des Alu-Strukturbauteils in einem Wärmebehandlungsgestell. Ein Mitarbeiter erfasst einen Data Matrix Code, das MES-System gibt daraufhin den Prozess „Schleifen“ frei. Anschließend wird das Teil auf den Beladetisch gelegt. Roboter Nummer eins greift die Komponente und führt sie hintereinander an zwei Freikontaktrollen-Schleifmaschinen. Danach fährt er das Entgrataggregat an, schließt die Innenbearbeitung ab und übergibt das Bauteil direkt an Roboter zwei. Es folgt die Bearbeitung der Außenseite in der gleichen Maschinenkonstellation wie im ersten Schritt. Danach kommt das Teil in die SHL-Abblas-Schleuse, in der Luftdruck Staubreste entfernt.

Im Anschluss wird das Bauteil dem Handlingsroboter übergeben. Dieser ist mit einem Data-Matrix-Code-Scanner ausgestattet, der über den nächsten Schritt entscheidet. Tauchen beim Schleifprozess Probleme auf, etwa durch Luftdruckabfall oder Bandbruch, schleust der Roboter das Bauteil über ein Nicht-in-Ordnung-Band aus. „Meldet das System keine Probleme, wird die Komponente in die Richtanlage eingelegt und entsprechend positioniert“, beschreibt Daniel Welte. Gibt es Unstimmigkeiten, wird ebenfalls an einem separaten Band ausgeschleust, nachgerichtet und über eine sogenannte Sequence Part Control wieder eingeschleust. Erst danach fährt der Roboter die CNC-Maschine für den Fräsprozess an.

Da beim Fräsen erhebliche Kräfte auf das Bauteil wirken, gibt es eine Verzugs-Kontrolle. Meldet diese „in Ordnung“, setzt Roboter Nummer vier zwei Blindnietbolzen ein, deren korrekter Sitz über eine Kraft-Weg-Messung geprüft wird. Gibt es Abweichungen von der vorgegebenen Norm, muss nachgearbeitet werden. Ist dies nicht der Fall, entnimmt der Roboter das Teil und legt es auf einem Band ab – der Prozess ist abgeschlossen.

as

Anzeige

Weitere Beiträge zum Thema

Linde Inventur Flybox

Mit der Linde-Flybox im LagerBald macht die Drohne Inventur

Durch den Einsatz von Drohnen kann sich die Inventur von Lagerbeständen in Zukunft radikal vereinfachen. Linde Material Handling hat den Prototyp einer solchen Inventurdrohne vorgestellt, die mit einem automatisierten Hochhubwagen gekoppelt werden kann. 

…mehr
Hubtex Produktionshalle

Hubtex auf Erfolgskurs4.0-fähige Sonderfahrzeuge sind Verkaufsschlager

Hubtex verzeichnet eine weiter steigende Nachfrage besonders im Bereich der Sonderfahrzeuge mit Industrie-4.0-fähiger Ausstattung. Die neu gebaute Produktionshalle sei bereits sechs Monate nach ihrer Eröffnung weit über den Erwartungen ausgelastet.

…mehr
Wittenstein Baramundi Beikirch Haft

FirmenübernahmeWittenstein kauft Baramundi Software

Wittenstein hat 100 Prozent der Aktien von Baramundi Software übernommen. Damit will sich das Unternehmen wichtige Kompetenzen sichern für den weiteren Weg der digitalen Transformation in die Unternehmensgruppe.

…mehr
Brick Reply

Reply launcht Brick ReplyEine neue Plattform für Industrie 4.0

Reply, spezialisiert auf die Implementierung von Lösungen auf Basis neuer Kommunikationskanäle und digitaler Medien, hat Brick Reply eingeführt, eine Manufacturing Operations Plattform für Industrie 4.0, um Produktionsprozesse zu flexibilisieren und zu vernetzen. 

…mehr
Schlaue Klaus

Schlauer KlausIndustrie 4.0 beginnt im Wareneingang

Der „Schlaue Klaus“ entlastet die Mitarbeiter bei Alfons Markert in Neumünster. Wurde das Assistenzsystem bisher vor allem in der Montage und in der Kommissionierung eingesetzt, kann die Lösung jetzt schon ab dem Wareneingang durch die Prozesse führen.

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Anzeige