handling - Fachportal für Handhabungstechnik, Fabrikautomation, Intralogistik
Home> Intralogistik und Logistik> Material Handling>

Fraunhofer: Umschlagzentrum wird umzugsfähig – „Hub on the run“

Fraunhofer: Umschlagzentrum wird umzugsfähig„Hub on the run”

Die Verbundpartner des Forschungsprojekts „Hub2Move“ haben ihre Projektergebnisse zum umzugsfähigen Umschlagzentrum vorgestellt.

Fraunhofer IML Hub2Move

„Das Umschlagzentrum der Zukunft sitzt dank neuer flexibler, mobiler und leicht umzubauender Handhabungs-, Förder- und Lagertechnik gewissermaßen auf gepackten Koffern: Alle Systeme und Prozesse sind innerhalb von wenigen Tagen an neue Anforderungen anpassbar“, erklärt Projektleiter Guido Follert vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Logistikunternehmen haben so die Möglichkeit, ihr Transportnetz regelmäßig zu überplanen und zu optimieren. Materialflusssysteme lassen sich dabei im Rahmen ihrer technischen Lebensdauer von 20 Jahren durchaus auch mehrfach an aktuelle Bedarfsorte umsetzen. Gleichzeitig können Unternehmen durch die neue Wandlungsfähigkeit der Anlagen und Systeme wesentlich schneller auf Kundenaufträge oder saisonale Schwankungen reagieren. Auch der finanzielle Aufwand für den „Tapetenwechsel“ reduziert sich. Beides sind wichtige Vorteile im Wettbewerb. Die Projektpartner aus der Wirtschaft – Lanfer Automation, Logata Digital Solutions, Ryll, Still und Stute Logistics – haben in den „Hub2Move“ teilweise auch eigene Entwicklungsprojekte mit eingebracht und setzen einen Teil der aktuellen Lösungen inzwischen bereits erfolgreich ein.

Anzeige

Wegbereiter für Industrie 4.0

Das Forschungsprojekt „Hub2Move“ gehört zu den 30 Verbundprojekten des Effizienzcluster Logistik-Ruhr, die im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung gefördert wurden. Die Laufzeit betrug 24 Monate, offiziell wurde es Ende Mai – als letztes Projekt aus dem Spitzencluster-Wettbewerb – abgeschlossen. Die Forschungsergebnisse zahlen auf die Mission des Clusters ein, Umwelt und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zur Leitlinie „Effizienzgewinne durch Autonomisierung“. Das Forschungsprojekt „Hub2Move“ versteht sich zudem als Wegbereiter für eine Industrie 4.0, da es entsprechende Technologien eingesetzt und erprobt hat.

Automatisierung „on Demand“: Demonstrator spielt drei Szenarien durch

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung haben die Wissenschaftler vom Fraunhofer IML die Forschungsergebnisse zu Stetigfördertechnik, Flurförderzeugen und Leitsteuerungstechnik in einem Demonstrator zusammengeführt und greifbar gemacht. Drei verschiedene Szenarien verdeutlichen, wie eine intelligente Technik und die informationstechnologische Vernetzung von Maschinen und Systemen, die so genannte innere Wandlungsfähigkeit eines Umschlagszentrums, ermöglichen. So wird die Stetigfördertechnik aus einzelnen Fördermodulen flexibel und schnell zusammengesetzt. Jedes Fördermodul ist mit einer Steuerung ausgestattet, die sich selbst konfiguriert. Darüber hinaus organisieren mobile Transportroboter ihre Wege dank einer dezentralen und herstellerneutralen Verkehrsregelung selbst. Dabei kann der Benutzer jederzeit über den Grad der Automatisierung – manuell, assistierend oder vollautonom – entscheiden (Prinzip „Automatisierung on Demand“). Das Transportauftragsmanagement ist in den „App-Store der Logistik“, die Logistics Mall, integriert. Das gesamte System lässt sich danach über mobile Apps steuern. bw

Weitere Beiträge zum Thema

kompetenzzentrum TU Darmtadt

Minister Gabriel und der MittelstandTU Darmstadt wird Kompetenzzentrum Industrie 4.0

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat heute den Start von bundesweit zunächst fünf Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren bekannt gegeben. Zudem wird in Kürze ein weiteres Kompetenzzentrum für das Handwerk folgen.

…mehr
Greifer

Greiftechnik mit IO-LinkMarken-Aufbruch in die Zukunft

„Sommer-automatic“: Die Marke geht, die Produkte werden zukunftsorientierter. Die Marke Sommer-automatic hat Anwender aus der Automatisierungsbranche über Jahrzehnte begleitet, aber nun ist es Zeit, den Blick in die Zukunft zu richten.

…mehr
Fertigungslinie

Fertigungslinie 4.0Nachrüsten mit Intelligenz

Modulare Fertigungslinie für Industrie 4.0. Bosch Rexroth präsentiert flexible und effiziente Lösungen für die vernetzte Produktion. Wie kann ich konkret von der Digitalisierung profitieren? Diese Frage stellen sich derzeit besonders kleinere Uternehmen.

…mehr
Fraunhofer-Studie zeigt schlüssigen Weg zur Industrie 4.0

Studie weist Weg zur Industrie 4.0Fraunhofer zeigt Entwicklung zur vernetzten Produktion

Die Produktion intelligent zu vernetzen und dadurch Mehrwerte zu generieren – das ist das Ziel vieler Firmen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wissen aber oft nicht, wie sie das Thema angehen sollen. Abhilfe schafft die neue Studie „Industrie 4.0: Entwicklungsfelder für den Mittelstand“ des Fraunhofer IPA.

…mehr
Wolfgang Mahanty

Herausforderung Industrie 4.0; Wolfgang...Die Botschaft: „Entspannte Montage“

„Ich möchte die Botschaft „Industrie 4.0“ weitertragen, die Unternehmen aufklären und auf die Veränderungen vorbereiten. Ich helfe bei der Auseinandersetzung mit dem Thema und baue Bedenken und Vorbehalte ab. Denn diese Entwicklungen werden alles verändern. Unternehmen, die sich heute nicht darauf einlassen und mit der Zeit gehen, werden in fünf Jahren nicht mehr vorhanden sein“, erklärt Wolfgang Mahanty, Optimum-Geschäftsführer.

…mehr
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen