   | Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  | |
Ident- und Kommunikationstechnik, 12-2011 RFID-System Simatic RF200 Besonders praktisch: Die dreifarbige LED ermöglicht eine einfache Inbe... Neue Systeme vereinfachen den RFID-Einsatz in der Produktion
 Immer mehr unterschiedliche Produktvarianten zu immer geringeren Kosten herstellen: Dank Radio Frequency Identification (RFID) können Fertigungsbetriebe dieses scheinbare Dilemma lösen und vollautomatisch bis zur Losgröße eins produzieren.
Mit kompakten RFID-Readern wird der Einsatz der Funktechnologie in der Montage von Kleinkomponenten nun besonders einfach. Vielerorts sind RFID-Systeme der Schlüssel zu vielseitiger und leistungsfähiger Variantenfertigung, wo auf ein- und derselben Produktionsstraße eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte gefräst, gebohrt, gelötet, lackiert oder montiert werden. Für jedes Produkt wird der Werkstückträger mit einem RFID-Transponder ausgestattet. Dieser Funkchip beinhaltet den kompletten Bauplan für das Erzeugnis und kann durch RFID-Reader kontaktlos ausgelesen werden. Die Daten werden dann den lokalen Automatisierungsgeräten zur Verfügung gestellt, sodass eine SPS, beispielsweise die Simatic S7, die individuellen Bearbeitungsschritte steuern kann. Andererseits ist auch das Beschreiben der Transponder praktisch beliebig oft möglich, um zum Beispiel den Produktionsfortschritt direkt am Produkt festzuhalten.
Gerade bei der Herstellung besonders kleiner Erzeugnisse wie Metall-Bauteilen oder Elektromodulen ist der Abstand zwischen RFID-Transponder und -Reader gering (weniger als 20 Millimeter), da die Werkstückträger (und damit der RFID-Transponder) exakt und nahe über die Förderstrecke geführt werden – schon allein deshalb, weil die Bearbeitungsmaschinen eine möglichst genaue Positionierung erfordern. Hier werden aus konstruktiven Gründen sehr kleine RFID-Reader benötigt, die möglichst nah an der Fördertechnik eingebaut werden müssen. Bislang übliche Systeme wie die Hochleistungs-Reader Simatic RF300 mussten hierzu mit einer externen Antenne versehen werden, um den Anforderungen der Mechanik-Planer zu entsprechen. Oder es wurden Reader mit größerer Reichweite eingesetzt, die aber für die Aufgabe eigentlich überdimensioniert sind.
Kompakte Reader zur Steuerung der Produktion
Mit Simatic RF200 hat Siemens ein RFID-System entwickelt, das in die bisherigen Antennen-Gehäuse einen kompletten RFID-Reader integriert. Mit den Abmessungen M30 mal 71 Millimeter (RF220R) beziehungsweise M18 mal 71Millimeter (RF210R) können die Geräte auch in räumlich beengten Verhältnissen eingesetzt werden. Durch das Schraubgehäuse ist nur eine einzige Bohrung notwendig, sodass die Montage schnell und problemlos erfolgen kann. Die Reichweite beträgt bis zu 40 Millimeter beim RF220R; selbst der kleine RF210R schafft noch bis zu 18 Millimeter. Der Reader wird dann an seiner Rückseite mit einem M12-Anschlusskabel, das gleichermaßen zur Kommunikation und zur Spannungsversorgung dient, an die Steuerung beziehungsweise an ein Feldbus-Kommunikationsmodul (Communication Module) angeschlossen. Damit können die Geräte unter anderem an Profibus- und Profinet-Netzen betrieben werden. Eine rundum sichtbare, mehrfarbige LED informiert den Inbetriebnehmer über alle Betriebszustände des RFID-Readers. Die Diagnose vor Ort ist damit besonders einfach und ohne besondere Software möglich.
Wenn nun die RFID-Reader unmittelbar an der Förderstrecke eingebaut werden, lassen sich auch die Transponder besonders kompakt auslegen – weil durch den geringen Abstand auch die Antennengeometrie in den Transpondern kleiner als üblich dimensioniert werden kann. So lassen sich RFID-Datenträger einsetzen, etwa der MDS D422, der mit einem Durchmesser von 20 Millimeter und der Möglichkeit, bündig in Metall eingeschraubt zu werden, praktisch im Werkstückträger verschwindet. Dennoch bietet der Transponder eine Speicherkapazität von zwei KBytes, was selbst für aufwändige Montageprozesse genügend Reserven bietet. Da die Reader Simatic RF200 den Standard ISO 15693 unterstützen, steht darüberhinaus ein breites Transponder-Angebot in unterschiedlichsten Bauformen zur Verfügung: zum Beispiel der Schraubtransponder MDS D425, der durch Roboter am Werkstück automatisch aufgeschraubt werden kann, oder der Datenträger MDS D424 mit praktischer Mittelbohrung für universelle Montagemöglichkeiten. Immer mehr entwickelt sich die RFID-Technologie zum Rückgrat moderner Produktionskonzepte. Eine variantenreiche Fertigung lässt sich durch RFID-Reader und -Transponder vollautomatisch realisieren. Mit modernen RFID-Systemen wie Simatic RF200 kann die Technik besonders einfach und auch äußerst kostengünstig genutzt werden. M. Weinländer/pb Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von handling online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
Weitere Beiträge aus dem Bereich Ident- und KommunikationstechnikDrucker mit Schutzleiter, 05/2012 Hochgeschwindigkeitskamera, 05/2012 |
|  |  Handling als E-PaperAktuelle AusgabeHandhaben:Intuitiv konfigurieren MontagetechnikPumpen picken Specials:Automatica 2012 Sensor + Test  HANDLING ONLINE NewsletterUnser Newsletter informiert Sie kostenlos über die wichtigsten Neuigkeiten aus Handhabungstechnik, Fabrikautomation und Intralogistik.  Fachbeiträge unseres Partners SCOPE ONLINEWeb-Guide 2011Informieren Sie sich in unserem Web-Guide 2011 über Unternehmen und ihre Produkte.  MultimediaAktuell: Ausgabe 6 - Verpackungstechnik in der Getränkeindustrie  Audio-Dateien unseres Partners engineKeywords zu ausgewählten ThemenHandlingkonfigurator, Pick-at-Work-Montageanlage, Fertigunsinsel mit Roboter, Pneumohydraulik, Industriestoßdämpfer, E-Paper, Flachschwenkeinheiten, Energieeffiziente Greifer, Trommelmotoren, Automatica, Schnelle Shuttle, Kommissionierung mit Pick-by-Light, Robotergestützte Automation, Messe Sensor + Test Handhabungstechnik von A bis ZDr.-Ing. habil. Stefan Hesse erläutert mehr als 3.000 Begriffe aus der Handhabungstechnik, Robotertechnik, Programmierung und Bilderkennung. Weitere Schwerpunkte bilden die Antriebstechnik, Steuerung, CNC-Technik, Sensorik und Fördertechnik, die Künstliche Intelligenz sowie angrenzende Themenbereiche. Bestellen Sie dieses nützliche Buch jetzt über unseren Bestellservice.  IndustriekatalogeHier stellen Unternehmen der Branche ihren aktuellen Katalog vor. Nutzen Sie die zusammengefassten Informationen und fordern Sie direkt bei der Firma einen Katalog an!  Handling Online in social networksWeitere Services von HANDLING ONLINE | RSS Feeds Erhalten Sie aktuelle Nachrichten in Ihrem RSS-Reader | >>...mehr |  | iGoogle Die Handling Online News direkt auf Ihrer iGoogle Startseite | >>...mehr |
 |  |