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Kreative Serviettenfaltung jetzt automatisiert

Zweiter Preisträger Innovative Anwendung: Rofobox: Serviettenfaltmaschine

Ganz klar: Stoffservietten mache die gute Tischkultur aus. Hochwertige Stoffe kreativ gefaltet machen den Tisch zur Tafel. Technisch betrachtet sind Servietten biegeschlaffe Werkstoffteile, und die sind schwierig zu handhaben. Obgleich der technische Fortschritt in unzähligen Bereichen des menschlichen Lebens und Alltags Einzug gefunden hat, werden Stoffservietten daher noch immer von Hand gefaltet – weltweit in allen gastronomischen Betrieben. Eine gewaltige Menge! Dahinter steckt ein hoher Personal- und Zeitaufwand. Vieles spricht für die Automatisierung dieser Aufgabe des Serviettenfaltens. Rofobox wird nun die Gastronomie mit einer Serviettenfaltmaschine unterstützen und die kreative Serviettenfaltung optimieren.

Serviettenfaltmaschine

Wenger Kosten pro Serviettenfaltung

Durch Automatisierung der Serviettenfaltung gibt es dadurch in den gastronomischen Betrieben erhebliches Potenzial zur Kostenminderung durch Rationalisierung und Effizienzsteigerungen. Die Serviettenfaltmaschine Rofobox besteht aus drei hauptsächlichen Komponenten: Bestückungseinheit, Robotereinheit zum Falten der Servietten sowie die Lagereinheit zur Lagerung der gefalteten Servietten. Die Erfinder rechnen zur Erläuterung der Wirtschaftlichkeit gegenüber der manuellen Faltung vor: Die manuelle Faltung kostet den Gastronom zwischen 0,20 bis 0,40 Euro je Faltung im Durchschnitt, abhängig von kreativen Faltform und abhängig davon, ob es sich um eine Fachkraft oder Nichtfachkraft handelt, die diese Arbeit durchführt. Mit der Rofobox seien es pro Faltung nur noch 0,18 bis 0,35 Euro.

Die weltweit erste Serviettenfaltmaschine Rofobox faltet Stoffservietten hygienesicher und in kreativen 3D-Formen

Hygienesicherer Prozess

Rofobox ist die erste Serviettenfaltmaschine dieser Art. In den drei Funktionseinheiten sind die Servietten sicher geschützt und eingehaust: Die Zuführeinheit erfordert einfachste Handarbeit für eine Person. Die 3D-Falteinheitmit Bilderkennung und-Auswertung über spezielle Kameratechnik und Software sorgen dafür, dass nur einwandfreie Servietten verarbeitet werden – beschädigte Stoffteile werden automatisch aussortiert. Leicht, mittel und stark verzogene Servietten werden je nach Umsetzbarkeit weiter verarbeitet oder aussortiert. Die Robotik bedient sich je nach ausgewählter Serviettenform am „Werkzeug-Bahnhof“ der jeweiligen Faltwerkzeuge. In der Lagereinheit schließlich werden die, je nach Form unterschiedlich gefalteten Servietten, behutsam und abgezählt in Transportboxen eingelagert – bereit für die Tafel. Rofobox ist modular, das heißt die Funktionseinheiten können nach Kundenwunsch und Bedarf angepasst und erweitert werden.

Nicht ohne Grund musste die Welt bisher auf eine Serviettenfaltmaschine warten, denn die Entwickler hatten einige Knackpunkte mit den biegeschlaffen Werkstoffteilen zu lösen: Die Servietten entsprechen nie genau dem Grundmaß von 50 mal 50 Zentimeter, weil jede Stoff-Serviette „verzogen“ ist. Allein die Vereinzelung eines Serviettenstapels, der einen „Taleffekt“ hat – also eine Delle in der Mitte, war eine Herausforderung für sich. Auch die Aufgabe, drei Roboter auf engstem Raum miteinander crashfrei arbeiten zu lassen, ist eine weitere Besonderheit der Rofobox. Schließlich ist auch vollautomatische, individualisierte Banderolierung von Servietten jetzt komplett automatisiert; auch dieser Prozess musste bisher von den Servicekräften umgesetzt werden, die Banderolen manuell auf jede Serviette anbringen.

Rofobox GmbH
Friedrich-Siller-Str.69
70806 Kornwestheim
http://www.rofobox.com