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Platz 1, Kategorie 1: Handhabung und Montage

Intelligentes Greifmodul: Pneumatikgreifer RPG mit IO-Link

RPG mit integrierter Ventiltechnik, Positionssensorik und IO-Link-fähiger Steuerung

Mit dem smarten Pneumatikgreifer RPG stellt Weiss Robotics eine neue richtungsweisende Generation smarter pneumatischer Greifmodule vor. Hier ist es gelungen, sowohl Ventiltechnik und Positionssensorik als auch eine leistungsfähige Steuerung mit IO-Link in einem kompakten und zuverlässigen Greifmodul zu vereinen. Der RPG macht den Greifprozess zuverlässiger und schneller, als dies mit bisherigen Pneumatikgreifern möglich war. Die integrierte Steuerung ermöglicht eine Griffrate von bis zu 500 Greifzyklen pro Minute bei vollem Hub und Ansteuerung über IO-Link. Hierzu wird das Positionssignal der eingebauten analogen Positionssensorik intern mit hoher zeitlicher Auflösung ausgewertet, so dass die Blockierungserkennung der Finger in weniger als fünf Millisekunden erfolgt. Damit kann der RPG Handlingprozesse spürbar beschleunigen und so die Produktivität moderner Fertigungsanlagen nachhaltig verbessern.

Stromversorgung und Anbindung an die Prozesssteuerung erfolgen direkt über IO-Link. Da mit dem Greifmodul RPG erstmals alle für den Greifprozess benötigten aktiven Komponenten in einem Modul vereint sind, kann der gesamt Prozess funktionsüberwacht werden. Auch wartungsrelevante Größen wie Greifposition und mittlere Zykluszeit lassen sich abfragen – beides wichtige Indikatoren für die Prozessgüte beim Greifen. Um Schmierintervalle und Wartungsarbeiten besser planen zu können, weist der RPG selbstständig auf turnusmäßige Wartungsintervalle und Schmierzyklen hin.

Bis zu vier unterschiedliche Greifteile können über IO-Link vorparametriert und zuverlässig gegriffen werden. Dabei wird für jedes Greifteil ein Positionsfenster festgelegt, in dem sich der Griff einstellen muss. Greift der RPG in diesem Bereich, wechselt er vom Zustand „offen“ auf „gegriffen“. Der RPG verbraucht deutlich weniger Druckluft als konventionelle Lösungen. Möglich wird dies durch die Verlagerung der Ventiltechnik von der Ventilinsel in das Innere des Greifmoduls und der damit verbundenen konsequenten Vermeidung von Totvolumen. So werden beim Wegfall von externem Ventil und einem Meter Schlauch zum Greifmodul bereits mehr als 70 Prozent Druckluft eingespart.

Hinzu kommt eine seither von pneumatischen Greifsystemen nicht gekannte Flexibilität: die durchgängige Kommunikation bis in den Endeffektor ermöglicht in der modernen Produktion sowohl eine komfortable elektronische Umrüstung auf verschiedene Varianten des zu fertigenden Guts als auch ein lückenlose Überwachung des Produktionsprozesses zur Qualitätssicherung. Durch den Einsatz des standardisierten IO-Link-Protokolls ist der RPG kompatibel mit vielen Steuerungen und Feldbusmodulen verschiedenster Hersteller. Da der RPG wesentlich schneller als vergleichbare Greifmodule ist, kann die Taktzeit des Fertigungsprozesses erhöht und damit die Fertigung wirtschaftlicher gemacht werden. pb